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PS3-Besitzer verklagt Sony

29.04.2011 | 06:36 Uhr |

Einen Tag nach Bekanntwerden des Datendiebstahls im PlayStation Network der PlayStation 3, reicht ein US-amerikanisches Anwaltsbüro Klage gegen Sony ein. Der Vorwurf: Die Nutzer-Daten wurden von dem Unternehmen nicht ausreichend geschützt

Sony wird von PS3-Besitzer verklagt
Vergrößern Sony wird von PS3-Besitzer verklagt
© http://www.sony.com

Am vergangenen Dienstag wurde bekannt, dass es Hackern in der letzten Woche gelungen ist, ins PlayStation Network der PlayStation 3 einzudringen und die Daten von rund 77Millionen Nutzern zu stehlen. Obwohl sich Sony in den Nutzungsbedingungen des Online-Netzwerks von jeglicher Verantwortung lossagt, reichte gestern die Rothken Law Firm vor einem kalifornischen Gericht Klage gegen den Konzern ein. Das Anwaltsbüro wirft Sony vor, die Nutzer-Daten nicht ausreichend geschützt und verschlüsselt zu haben.

Der Nebenkläger J.R. Parker sieht sich als Repräsentant aller geprellten PlayStation 3-Besitzer und kritisiert die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens. Er verlangt eine Entschädigung für den Ausfall des PlayStation Networks sowie die Überwachung seines Kreditkarten-Accounts und eventuelle finanzielle Entschädigungen im Falle eines Missbrauchs seiner Daten. Die Rothken Law Firm erhofft sich durch die Klage gegen Sony eine schnelle Aufklärung des Vorfalls und einen verbesserten Schutz für die sensiblen Nutzerdaten im PlayStation Network.

PC-WELT Kommentar zu Sonys Datengau

Der Online-Dienst der PlayStation 3 ist seit vergangenem Donnerstag offline. Wie Patrick Seybold, Sonys Senior Director, Corporate Communications & Social Media, heute bestätigte, arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck an der Behebung der Sicherheitsprobleme und will erste PSN-Dienste voraussichtlich innerhalb einer Woche wieder online gehen lassen. Sobald der Service wieder verfügbar ist, empfiehlt Sony allen Nutzern, umgehend ihr Passwort zu ändern, um weiteren Datenmissbrauch zu verhindern.

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