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iPhone vs. Pre: Bahnt sich Streit an?

27.01.2009 | 10:04 Uhr |

Palms Handheld Pre basiert auf neuen Entwicklungsprinzipien, aber hat Funktionen, die sehr nach iPhone aussehen. Kein Wunder - Palms Entwicklung wird durch jede Menge Ex-Apple-Mitarbeiter gesteuert.

Apples oberste Führungskraft Tom Cook hat sich unmissverständlich jede Verletzung der iPhone-Urheberrechte verbeten. "Wir begrüßen Konkurrenz, solange unsere gewerbliche Schutz- und Urheberrechte beachtet werden. ... Falls nicht, werden wir alle verfügbaren Mittel einsetzen, unsere Produkte zu schützen. Habe ich das klar genug ausgedrückt?"

Cook hat in seiner Warnung keinen Firmennamen genannt, aber es scheint klar, dass sie an Palm ging.

Der neue Handheld Palm Pre kommt mit einigen Funktionen, die denen des iPhone verblüffend ähneln. Die Neuentwicklung bei Palm leitet Jon Rubinstein , ehemaliger Chef von Apples Hardwareentwicklung, der jede Menge Wissen aus Apples Design- und Entwicklungswerkstatt haben sollte. In der Tat beschäftigt Palm jede Menge Ex-Apple-Mitarbeiter, oder arbeitet mit ihnen zusammen. So profitiert Palm durch die Unterstützung von Elevation Partners von Apples ehemaligen Finanzvorstand Fred Anderson .

Palms Pressesprecherin Lynn Fox zeigt sich von der aggressiven Warnung nicht beeindruckt. "Palm hat eine lange Geschichte von Entwicklungen und Erfindungen und hat einen Ruf für fundamentale Neuentwicklungen und Patente im Handheld-Bereich. Nicht besitzt Palm eine beachtliche Anzahl von Patenten ( 31 Seiten bei einer Suche in Google )", berichtete sie gegenüber Digital Daily und fügt hinzu: "Falls es zur gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, werden wir uns zu verteidigen wissen."

Während die Firmen Apple und Palm nicht von einem Streit sprechen, zeigen sich beide wohl vorbereitet. Soweit ist aber alles nur Rhetorik. Die kalkulierten Bemerkungen von Cook zeigen aber, dass Apple nicht gerade hocherfreut auf den neuen iPhone-Konkurrenten - und vor allem deren Entwickler - reagiert.

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