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Palm stürzt an den Börsen ab

29.03.2001 | 00:00 Uhr |

Die Aktie der Palm Inc. ist am Mittwoch an der
Wall Street um fast die Hälfte eingebrochen, nachdem der Hersteller
von Taschencomputern seine Prognosen für das vierte Quartal revidiert
hatte.

Der Absturz um 48 Prozent auf 8,125 Dollar sei bisher beispiellos
seit Gründung von Palm, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Das Unternehmen spüre jetzt die verschlechterte wirtschaftliche Lage
in den USA und die «ökonomischen Turbulenzen», die auch die
Konkurrenzunternehmen treffen werde, sagte Palm-Chef Carl Yanowski.

Nach Einschätzung von Analysten könnte der Marktführer allein
wegen seiner Größe von der gesamtwirtschaftlichen Lage deutlich mehr
betroffen sein. Unterdessen zeigte sich der Taschen-PC-Hersteller
Handspring von der Talfahrt der Palm-Aktien wenig beeindruckt und
hält an seinen Prognosen für das kommende Quartal fest. «Wir erwarten
weiter wachsende Verkaufszahlen in unserem Geschäft», sagte
Handspring-Chef Donna Dubinsky. Auch Compaq, ebenfalls Hersteller von
Taschen-PCs, hat nach Angaben von Bloomberg volle Auftragsbücher.

Mit den Gewinnen im dritten Quartal in Höhe von 9,3 Millionen
Dollar hatte das Unternehmen die Erwartungen der Wall-Street-
Analysten dagegen übertroffen. Für das vierte Quartal kündigte
Finanzvorstand Judy Bruner Verluste zwischen 80 und 85 Millionen
Dollar an.

Auf der Computermesse CeBIT waren die Taschen-PCs einer der
größten Publikumsmagneten. Palm hatte in Hannover seine neue Reihe
von Westentaschen-PCs vorgestellt, mit denen der Marktführer
technologisch aufholen will. Als Reaktion auf die Börsenentwicklung
will sich Palm nun auf den Verkauf der neuen Geräte konzentrieren und
die Produktion älterer Modelle zurückschrauben. Außerdem will das
Unternehmen 250 seiner insgesamt 1924 Mitarbeiter entlassen.

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner Group war das
Unternehmen im Jahr 2000 mit einem Marktanteil von 54,8 Prozent
unbestrittener Marktführer, Handspring kam auf 4,3 und Compaq auf 5,1
Prozent Marktanteil.
dpa

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