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Paragon bringt Speichererweiterung-SDK am iPhone

17.11.2015 | 11:51 Uhr |

Mehr Speicher für iPhone und iPad: Neue SDKs ermöglichen laut Paragon eine Erweiterung von Apps um die Kompatibilität mit USB-Speichermedien.

iOS bietet nur eine sehr eingeschränkte Unterstützung für externe Speichermedien und gestattet lediglich den Zugriff auf Bilder von Digitalkameras über einen Lightning-auf-USB-Adapter. Daher brauchen Anbieter von Speichersystemen, die auf dem iOS-Markt tätig werden wollen, eine Companion-App, die kompatibel ist mit dem Dateisystem ihres Speichermediums. Für gewöhnlich unterstützt eine App nur die Speicher der eigenen Marke. Das UFSD SDK für iOS soll nunmehr die Entwicklung von universellen Lightning-auf-USB-Adaptern antreiben. Paragons UFSD-SDKs helfen, Entwicklungskosten und Folgerisiken für ein Produkt zu senken, ist Alexey Adadurov, Produktmanager von Paragon Software, überzeugt.

Die neuen SDKs basieren auf Paragons plattformübergreifenden Programmbibliothek des Universal-Dateisystemtreibers, der umfangreich in Smartphones, Tablets, Routern, vernetzten Speichersystemen, Multimediaplattformen und Kameras zum Einsatz kommt. Paragons Portfolio umfasst außerdem OEM-Treiber für Anbieter von USB-Flash-Speichern sowie OEM-Dateisystemtreiber für OS X und Windows – diese Technologie wurde laut Paragon ausgiebig in der Praxis getestet und habe sich bewährt.

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Die Paragon Software Group bringt zwei neue Entwickler-Tools mit UFSD-Technologie (Universal File System Driver) für Android und iOS auf den Markt: Mit den UFSD-SDKs (Software Developer Kits) können Entwickler demnach für ihre Apps nun erstmals die volle Bandbreite von USB-Speichermedien nutzen, ohne dass dies den Entwicklungsaufwand signifikant beeinflussen soll. Dies wird nach Auskunft des Entwicklers die Nutzung von USB-Flash-Drives mit mobilen Geräten wie iPhones oder Android-Smartphones deutlich erweitern und vereinfachen, um etwa unterwegs Fotos auch unabhängig von mobilen Netzen oder Hotspots außerhalb des oft knappen Speicherplatzes des Mobilgeräts sichern zu können. Demnach sollen die neuen UFSD-SDKs für iOS (ab iPhone 5 und iPad 2) und Android ab Version 3 dieses Problem lösen: Durch die Implementierung einer Abstraktionsebene stelle das UFSD-SDK den App-Zugriff auf unterschiedliche Partitionierungsschemata (MBR, GPT, APM) und Dateisysteme (NTFS, HFS+, FAT32, ExFAT und ExtFS) bereit.

Besonders interessant sind Paragon zufolge die UFSD-SDKs für Anbieter von Speichersystemen, denn diese können Paragons UMS-Service (USB Mass Storage) und andere Dateisystemtreiber von Paragon mit ihren mobilen USB-Speichermedien bündeln und so Kompatibilität und Interoperabilität mit jedem Betriebssystem, sei es iOS, Android, Linux, OS X oder Windows, erreichen, verspricht der Anbieter. Ähnliches gelte für unabhängige Softwarehersteller (ISVs), die mithilfe der SDKs leichter die Unterstützung für viele USB-Speichertypen in ihre Android- und iOS-Apps implementieren können

Mehr Informationen zu den neuen Technologien und zu Evaluierungsmöglichkeiten sind auf der Unternehmenswebseite zu finden oder über den E-Mail-Kontakt technology@paragon-software.com zu bekommen.

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