970524

Parallels Desktop 3.0: Noch mehr Windows am Mac

01.06.2007 | 12:46 Uhr |

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Parallels die Neuigkeit an die Öffentlichkeit bringen würde: Die Virtualisierungslösung Desktop erscheint nicht nur in einer neuen Auflage, sie wird bald auch die Funktionen beherrschen, die ihr die aktuelle Vorversion des Konkurrenten VWware Fusion bislang noch voraus hatte. Desktop 3.0 nämlich wird OpenGL und DirectX unterstützen und damit auch Windows-Software virtualisieren, die einen direkten Zugriff auf Grafik-Hardware voraussetzt.

50 Neuerungen verspricht der Hersteller auf seiner Webseite für Desktop 3.0 - und es sind nicht nur Kleinigkeiten. Die OpenGL- und DirectX-Unterstützung, über die etwa virtualisierte Spiele direkt auf die Grafikkarte zugreifen sollen, ist wahrscheinlich die am sehnlichsten erwartete Funktion. Allerdings wir die Begeisterung der Anwender maßgeblich davon abhängen, wie schnell 3D-Spiele und Anwendungen letztlich wirklich im Windows-Fenster ablaufen. Auch macht Parallels noch keine Angaben, ob auch die neuesten DirectX-Versionen funktionieren werden. Beim Konkurrenten VMware gibt es in diesem Punkt bislang noch Einschränkungen. Vista Aero jedenfalls, die neue Oberfläche des Microsoft-Betriebssystems, wird im Mac OS X-Fenster bald zu sehen sein. Darüber hinaus soll Desktop 3 Mac-Anwendern die virtuellen Ausflüge ins Windows-Lager noch angenehmer gestalten. Bemerkenswert ist insbesondere die Funktion SmartSelect, die dafür sorgt, dass sich Dateien auf der Mac OS X-Partition auch in virtualisierten Windows-Anwendungen öffnen lassen. Auch Mac-Anwendungen sollen problemlos auf Dateien der virtuellen Festplatte zugreifen können. Die Funktion Coherence, die die Windows-Oberfläche verschwinden lässt und Windows-Anwendungen in einem Fenster des Mac-Betriebssystems anzeigt, erscheint in einer neuen Version 2.0. Auch für die Integration von Linux in Mac OS X sollen eine Reihe von neuen Werkzeugen bereit stehen. Im Vordergrund der neuen Desktop-Version steht schließlich auch die Sicherheit der virtuellen Systeme: Es lassen sich SnapShots anlegen, mit denen sich ein System jederzeit wieder in einen vorher abgespeicherten Zustand zurückführen lässt. Solche SnapShots macht die Software auf Wunsch auch automatisch in festgelegten Intervallen. Über einen neuen Sicherheitsmanager kann man festlegen, wie stark sich das Host- und das Gastsystem ineinander verzahnen. Virtuelle Maschinen lassen sich nun auch schreibgeschützt ausführen. In wenigen Wochen bereits soll die neue Version fertig sein. Bestehende Lizenzinhaber können für 49,99 US-Dollar ein Update erwerben, entscheiden sie sich noch bis zum 6. Juni, lockt der Hersteller mit einem zusätzlichen Nachlass von 10 Dollar. Wer nach dem 1. Mai noch eine Lizenz der Vorgängerversion erworben hat oder erwirbt, bekommt das Update sogar kostenlos. Die Vollversion schließlich wird für 79,99 Dollar zu haben sein.

0 Kommentare zu diesem Artikel
970524