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Medikament gegen Krebs soll Parkinsonkranken helfen

24.02.2016 | 15:49 Uhr |

Eigentlich soll das Medikament Nilotinib eine bestimmte Form der Leukämie behandeln. Stattdessen konnten Forscher entdecken, dass damit ein großer Schritt in der Bekämpfung gegen Parkinson und die Ley-Körper-Demenz möglich ist.

Nachdem Wissenschaftler bei einer Studie für ein Krebsmedikament überraschende Ergebnis bei Parkinson- und Demenzpatienten erzielen konnten, planen die Forscher nun weitere Testreihen. Laut Technology Review erhielten zwölf Menschen, die an Parkinson oder der Lewy-Körper-Demenz erkrankt sind, den Wirkstoff Nilotinib. Ursprünglich sollte die Studie an der Georgetown University beweisen, dass das Medikament für demente Patienten gut verträglich ist.

Im Laufe der Studie stellte sich jedoch heraus, dass sich die motorischen und geistigen Fähigkeiten der Patienten verbesserten. Wie Heise berichtet, durchliefen von den zwölf Testpersonen zehn die gesamte Studie und konnten am Ende einen deutlich verbesserten Gesundheitszustand vorweisen. „Meines Wissens ist dies die erste Studie, bei der offenbar der kognitive und motorische Verfall dieser neurodegenerativen Erkrankungen umgekehrt wurde“, erklärt der Studienleiter Fernando Pagan. Sollten sich diese Ergebnisse der Studie replizieren lassen, wäre dies ein Durchbruch für die Medizin.

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