Von Peter Müller, Marlene Buschbeck-Idlachemi - 03.06.2011, 16:01

iCloud

Patent verrät Details

Patent verrät Details

In diesen Zusammenhang passt ein Patentantrag von Apple in Sachen iTunes Cloud Media Services, der schon aus dem Jahre 2009 stammt, und den der Blog Patently Apple Mitte Mai wieder ausgegraben hat. Das besondere an der Apple-Lösung ist, dass sie lokales Speichern und Streamen kombiniert. Dazu legt sie einen Teil der Medien lokal auf iPhone, iPod oder iPad ab, beispielsweise nur den Anfang eines Liedes oder Films. Sobald der Anwender das Stück abruft, kann das Gerät sofort mit dem Abspielen beginnen, während iTunes im Hintergrund die fehlenden Inhalte aus der Cloud, von einem Server oder von einer anderen Datenquelle nachlädt. So bleibt der Speicherplatzbedarf niedrig und der Anwender muss keine Zeitverzögerungen oder Aussetzer hinnehmen, da das sonst übliche Zwischenspeichern entfällt.

Schutz vor Diebstahl

Wer Apples Patentantrag genau liest, findet darin auch Hinweise, wie Apple sicherstellen möchte, dass Anwender nur Zugriff auf Inhalte haben, für die sie bezahlt haben. Neben dem üblichen Log-in könnte die Mediabibliothek beispielsweise bestimmte Bestandteile eines Songs oder Films lokal speichern, die der Streaming-Variante fehlen (beispielsweise alle zehn Sekunden einen 3-Sekunden-Schnipsel). Nur das Matching aus lokalen und gestreamten Daten ergibt dann ein komplettes Endprodukt.

Teilweise Synchronisation

Um diese Technik nutzen zu können, müssen Inhalte zwischen der lokalen Medienbibliothek und dem Online-Speicher synchronisiert werden. Im Vergleich zur lokalen Speicherung benötigt dieses Vorgehen weniger Speicherplatz, jedoch mehr als bei einer reinen Online-Lösung. Dafür ist es deutlich schneller. Wie eine von Patently Apple veröffentlichte Skizze zeigt, könnte der Anwender künftig auch nur bestimmte Teile seiner Medienbibliothek auf iPod oder iPhone übertragen.

Kapitelweise Bücher

Neben Audio und Video kann der Cloud-Service alle via iTunes oder App Store erhältlichen Inhalte streamen, also auch E-Books und iBooks, die sich beispiels-weise nur Kapitelweise oder in Abschnitten zwischen Lesezeichen übertragen lassen. Apple kündigt darüber hinaus an, dass iTunes-Nutzer den Online-Speicher auch als private Datenhalde nutzen können.

Remote Tunes als Vorhut

Vorgeschmack über Remote Tunes: Die Mac-Software Remote Tunes gibt schon jetzt einen Eindruck eines Apple-Cloud-Services und nutzt iTunes Home Sharing in Verbindung mit Mobile Me und Back to my Mac zum Streamen von iTunes-Inhalten.
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