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Patentklage gegen Adobe

12.07.2004 | 15:18 Uhr |

Wie der Softwarehersteller Adobe erst am vergangenen Donnerstag in seiner 10-Q-Pflichteingabe an die US-Börsenaufsicht bekannt gab, ist am 2. Juni diesen Jahres eine Patentklage gegen den Konzern am US-Bezirksgericht in Colorado eingegangen.

Die bislang wenig bekannte Firma Information Technology Innovation (ITI) beschuldigt Adobe, das Patent mit der Nummer 5.892.908 verletzt zu haben, das Methoden zum "Entnehmen von Informationen aus einem Netzwerk mittels Verknüpfungen" beschreibt. Die Acrobat-Produktlinie würde das Patent verletzten, ITI, welches das Patent von der Firma Market Scape aus Colorado übernommen hatte, will Schadensersatz in nicht genannter Höhe. Im 10-Q-Filing gibt sich Adobe jedoch optimistisch, dass die Klage keinerlei Effekt auf die Geschäfte des Unternehmens haben würde. Die Klageschrift habe man bislang nicht zugestellt bekommen, man werde sich jedoch sofort aggressiv dagegen wehren.
Jupiter-Research-Vizepräsident Michael Gartenberg hält die Klage für wenig aussichtsreich und unterstellt ITI ganz andere Gründe für das Vorgehen gegen Adobe: "Man verklagt keine armen Firmen oder armen Leute." Gartenberg hält das Patentrecht für Reform bedürftig, im Fall von ITI gäbe es ausreichend Anwendungsbeispiele für das geschützte Offline-Linking, die älter seien als die Schutzschrift.

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