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Apple-Push-Dienste in Deutschland weiter gesperrt

19.03.2012 | 06:21 Uhr |

Apple musste vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe im Patentrechtsstreit mit Konkurrent Motorola eine weitere Schlappe einstecken.

Apple-Push-Dienste in Deutschland bis auf weiteres gesperrt (c) Apple
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© Apple

Wie das Oberlandesgericht Karlsruhe Ende der vergangenen Woche in einem aktuellen Urteil entschied, verletzt Apple mit seinen Push-Nachrichten für iCloud und MobileMe auf iOS-Geräten tatsächlich ein Patent von Konkurrent Motorola. Mit dem Richterspruch bestätigt das OLG ein Urteil des Landgericht Mannheim , das Apple Ende Februar eine Patentrechtsverletzung vorwarf.

Die Streitigkeiten drehen sich um so genannte Push-Nachrichten, die iOS-Besitzer über den Eingang neuer Emails informieren. Das zugrunde liegende Motorola-Patent ist bereits etwas in die Jahre gekommen und stammt ursprünglich noch aus der Pager-Zeit, was Apple jedoch nicht davon abgehalten hat, sich bei seinen iOS-Diensten von der Technik inspirieren zu lassen.

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Aufgrund des aktuellen Gerichtsurteils, bleiben die iOS-Push-Benachrichtigungen in Deutschland bis auf weiteres abgeschaltet. Nutzer werden durch den Email-Dienst nicht mehr automatisch über neue Nachrichten informiert. Eine Alternative bietet jedoch die Aktivierung des Pull-Verfahrens, mit dem Emails in regelmäßigen Abständen automatisch abgerufen werden können.

Von der Sperre betroffen sind die Apple-Dienste MobileMe und iCloud. Die Abschaltung könnten Branchenkennern zufolge mindestens ein Jahr oder sogar länger dauern. Deutschland ist allerdings die einzige Region, die von der Einschränkung betroffen ist. US-amerikanische iOS-Nutzer können den Dienst auch weiterhin nutzen.

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