1377897

Vorerst kein Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy Tab 10.1N

23.12.2011 | 09:40 Uhr |

Das Landgericht Düsseldorf hat signalisiert, dass die Designänderungen am iPad-Konkurrenten Galaxy Tab 10.1 ausreichen werden, um das Gerät nicht mehr als Kopie anzusehen.

Galaxy Tab 10.1
Vergrößern Galaxy Tab 10.1
© T-Mobile USA

Richterin Johanna Brückner-Hofmann hat in einer Anhörung klar gestellt, dass sie von Samsung vorgenommenen Änderungen am Galaxy Tab 10.1N ausreichend wären, um es vom iPad zu unterscheiden. Kunden würden daher klar erkennen, welches Gerät sie vor sich hätten: "Kunden sind sich bewusst, dass es ein Original gibt und Konkurrenten ein ähnliches Design nutzen, daher sind sie beim Einkauf achtsam. Wir denken nicht, dass jemand ein Samsung kauft, um seinen Tischnachbarn im Café glauben zu machen, er nutze ein iPad," erklärte Brückner-Hofmann.

Samsung verkauft das Galaxy Tab 10.1N seit Mitte November in Deutschland, im September hatte das Landgericht Düsseldorf einen Verkaufsstopp verhängt , da das Galaxy Tab 10.1 dem iPad 2 zu stark ähnele. Samsung hatte daher das Design modifiziert, etwa einen breiteren Rahmen gebaut und die Position der Lautsprecher verändert. Brückner-Hofmann will noch weitere Argumente Apples hören, ihre Entscheidung sei nicht endgültig und könne sich noch ändern.

Mit einem Urteil ist für den 9. Februar 2012 zu rechnen, aller Voraussicht nach wird Apple nur wenige Wochen darauf das iPad der dritten Generation zeigen. Apple hatte bereits in Australien vor Gericht gegen Samsung verloren, das dort sein Galaxy Tab 10.1 sogar in der Originalversion verkaufen darf.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1377897