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Apple will auch modifiziertes Galaxy Tab verbieten lassen

01.12.2011 | 07:11 Uhr |

Nur für den deutschen Markt hat Samsung sein Tablet Galaxy Tab 10.1 modifiziert, um das vom Landgericht Düsseldorf ausgesprochene Verkaufsverbot zu umgehen.

Samsung Galaxy Tab 10.1
Vergrößern Samsung Galaxy Tab 10.1
© Samsung

Der koreanische Hersteller könnte die Rechnung jedoch ohne den Wirt gemacht haben, denn Apple stört sich auch am Galaxy Tab 10.1N, wie der IDG News Service berichtet. Eine Anhörung über das Galaxy Tab 10.1N ist für den 22. Dezember terminiert. Im September konnte Apple das Gericht davon überzeugen, dass das Galaxy Tab 10.1 zu sehr dem iPad ähnele, das Verkaufsverbot haben mehrere Instanzen bestätigt. Die Modifikationen am Tablet beziehen sich auf den Rahmen des Tablets, auch die Lautsprecher hat Samsung anders angeordnet. Wie ein Samsung-Sprecher dem IDG News Service in einer E-Mail erklärte, ist man davon überzeugt, das Gericht von der Unterschiedlichkeit der Geräte überzeugen zu können.

Experten halten den Streit zwischen Apple und Samsung jedoch lediglich für einen Stellvertreterkrieg, der eigentliche Gegner Apples sei Google. Das Betriebssystem Android ähnelt iOS in Apples Augen stark, Steve Jobs hatte sich in seinen letzten Lebensmonaten die "Vernichtung" von Android zur Aufgabe gemacht, um eine durch das vorgeworfene Plagiat entstandene "Ungerechtigkeit zu korrigieren". Google steht zwar nicht vor Gericht, doch wird es Samsung nicht gelingen, mit Modifikationen an der Hardware die Ähnlichkeit des Betriebssystems zu kaschieren.

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