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Lodsys will Lizenzgebühren von Entwicklern für In-App-Käufe

17.05.2011 | 07:30 Uhr |

Entwickler, die in ihren iOS-Apps den von Apple angebotenen Mechanismus des In-App-Kaufes nutzen, verstoßen gegen die Patente eines Unternehmens namens Lodsys

Gericht-Urteil
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Dieses hat am Freitag an diverse Entwickler Briefe verschickt, um sie mit der angeblichen Patentverletzung zu konfrontieren und ihnen eine Frist für eine Lizenzvereinbarung zu setzen. Post haben laut unserer Kollegen von Macworld etwa die Entwickler der Apps PCalc oder Mobile Age erhalten, die sich Hilfe suchend direkt an Apple wandten. Während Apple jedoch bis dato keine Stellung bezieht, erklärt Lodsys auf seiner Website das Vorgehen. Die fraglichen Patente zu In-App-Käufen, Online-Hilfe, Abo-Verlängerung und interaktiver Online-Werbung hätten den Nutzern zu guten Geschäften verholfen. Es sei nur fair, profitiere der Patenbesitzer ebenso von dem Boom.

Apple habe die Lodsys-Patente auch bereits lizenziert, doch würden die getroffenen Vereinbarungen nicht für Dritte gelten. Lodsys sieht App-Entwickler etwa als Hoteliers, die bei der Beherbergung ihrer Gäste Recht und Gesetz einhalten müssten, Apple hätte nur den Baugrund für die Hotels bereitgestellt. Lodsys hat auch erstmals einen Betrag genannt: Von den in den USA erzielten Umsätzen will das Unternehmen 0,575 Prozent abhaben. Wer also eine Million US-Dollar mit seiner App einnehme, schulde Lodsys 5.750 US-Dollar.

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