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Apple schlägt gegen Lodsys zurück

24.05.2011 | 07:27 Uhr |

In einem Brief an Lodsys und dessen CEO Mark Small hat Apple seine Entwicklergemeinde gegen Lizenzansprüche von Lodsys verteidigt.

Apples Rechtsvorstand Bruce Sewell räumt darin ein , dass Lodsys Patente halten, die In-App-Käufe im App Store beschreiben und bestätigt, dass Apple die Technologie von Lodsys lizenziert hat. Diese Lizenz decke jedoch auch alle im App Store angebotenen Apps ab, gibt sich Sewell sicher. Die von Lodsys in der vergangenen Woche an Entwickler verschickten Drohungen , bei Nichtzahlung von Lizenzgebühren diese einzuklagen, sei also gegenstandslos.

Sewell will Apples Position der Parteinahme für Entwickler mit einem weiteren Argument stärken: Das Lodsys-Patent mit der Nummer 7,222,078 greife erst gar nicht. Für In-App-Käufe nutzen Entwickler von Apple bereit gestellte APIs, die Apple voll lizenziert habe. Mit der Lodsys-Technologie kämen Entwickler also gar nicht erst in Berührung. Sewell fordert Lodsys daher auf, seine Lizenzforderungen an Entwickler sofort zurück zu ziehen und keine falschen Anschuldigungen mehr gegen die Entwickler zu erheben.

Entwickler begrüßen Apples Schritt, der freilich das Problem nicht aus der Welt schafft. Gegenüber unseren Kollegen der Macworld sagte etwa James Thomoson von TLA Systems, der nach dem Empfang von Lodsys’ Drohbrief den Fall öffentlich gemacht hatte: "Ich bin sehr erleichtert, dass Apple sich in diesem Fall unfairer Patentansprüche sich für seine Entwickler einsetzt." Die letzten zehn Tage seien für ihn sehr anstrengend gewesen, er bedanke sich bei Apple und allen anderen Unterstützern. Apple habe das Richtige gemacht, meint auch Ken Landau von Mobile Age. Der Brief sei sehr gut für Entwickler.

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