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Nokia bezichtigt Apple der "juristischen Alchemie"

16.03.2010 | 09:45 Uhr |

Nokia wirft Apple vor, den Patentstreit zwischen den Unternehmen unnötig zu verkomplizieren. Apple betreibe juristische Spitzfindigkeiten, um die laufenden Verfahren eskalieren zu lassen.

Das iPhone 3G S hat sich gegenüber seinem Vorgänger äußerlich nicht geändert.
Vergrößern Das iPhone 3G S hat sich gegenüber seinem Vorgänger äußerlich nicht geändert.
© Apple

Apple versucht aus Blei Gold zu erzeugen, wirft der Konkurrent Nokia dem iPhone -Hersteller in einem übertragenen Sinn vor. Nokia, das seit Oktober 2009 mit Apple um Mobilfunk- und Handy-Patente streitet, hat bei einem Bundesgericht beantragt, Teile von Apples Gegenklage vom Dezember zurückzuweisen. Nokia behauptete seit Oktober 2009, das iPhone würde zehn seiner Patente rund um 3G- und andere Mobilfunktechniken verletzen, Apple reagierte mit dem Vorwurf, Nokia würde mit seinen Smartphones patentgeschützte iPhone-Funktionen kopieren .

Nokia bezichtigt Apple nun der "juristischen Alchemie": Der iPhone-Hersteller versuche damit die Aufmerksamkeit von seinen Versuchen zu lenken, auf Nokias geistiges Eigentum gratis zu nutzen, um Vorteile im Markt zu erlangen. Konkret verlangt Nokia, sechs Vorwürfe Apples wegen Verletzung von Wettbewerbsrecht aus der Klage zu nehmen, die der iPhone-Hersteller mit der Klage über 13 Patentverletzungen gekoppelt hatte. Genau damit verfolge Apple aber eine Strategie der Ablenkung von den entscheidenden Fragen, argumentiert Nokia.

Manchmal sei ein Patentstreit nur ein Patentstreit, der nach dem Scheitern von Lizenzverhandlungen notwendig geworden sei. Apple versuche jedoch mit seiner Strategie der "juristischen Alchemie" einen umfangreichen Bundesgerichtsfall zu konstruieren.

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