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Pathway zeichnet Karten für Wikipedias Datendschungel

28.09.2006 | 10:21 Uhr |

Pathway löst ein Problem, das viele leidenschaftliche Wikipedia-Fans kennen dürften: Gerade bei Artikeln zu wissenschaflichen Themen ist man zum besseren Verständnis oft gezwungen, mehrere Links in Folge anzuklicken und sich weitere Erklärungen einzuholen.

Wikipedia 3.3
Vergrößern Wikipedia 3.3

Denn die freie Enzyklopädie ist nicht nur ein großer Zettelkasten, sondern auch ein gigantischer Hypertext - in dem man sich leicht verzettelt. Damit man im Wald der Quervernetzungen seinen Weg nicht verliert, wirft Pathway Kieselsteine aus und zeichnet während der Recherche eine Karte.

Die kostenlose Software, die in Version 0.5 vorliegt, bietet neben einem Browserfenster für Wikipedia eine graphische Darstellung bereits aufgerufener Seiten. Alle Links, die im gerade aktiven Artikel vorkommen, zeigt Pathway zusätzlich im Kreis angeordnet an: Sie lassen sich auch anklicken, ohne den Artikel lesen zu müssen. Aufgezeichnete Suchpfade kann man am Ende seiner Recherche als Datei speichern und später wieder aufrufen. Wer einen Wikipedia-Link aus Safari heraus in Pathway öffnen will, bekommt dafür auch ein Plug-in, das auf Wunsch einen Eintrag im Kontextmenü anlegt. Mit Hilfe von Spotlight lässt sich zudem direkt in Pathway suchen, in welchen Dokumenten Titel eines Artikels auf der Festplatte vorkommen. Pathway gibt es nur für Mac OS X, die Cocoa-Software ist in Aussehen und Haptik ansprechend gestaltet und erhöht den Spaß, Wikipedia zu durchforsten. Bislang spricht die Software neben Holländisch nur Englisch - in seinem Blog verspricht der Entwickler aber, in Zukunft auch an anderen Sprachen arbeiten zu wollen. Mit lokalisierten Wikipedia-Versionen kann sie aber bereits umgehen: Sie kennt neben der englischen Datenbank die französische, die deutsche, die holländische und die spanische. Der Download der Software, die auf Apples WebKit basiert, ist weniger als ein halbes Megabyte groß.

Info: Pathway

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