957336

Peinliche Panne: Apple hat iPod Video mit Windows-Virus ausgeliefert

18.10.2006 | 09:43 Uhr |

Einen Tag vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse rückt Apple mit einer peinlichen Produktionspanne in das Rampenlicht: In den vergangenen fünf Wochen sind einige Exemplare des iPod Video ausgeliefert worden, auf deren vorformatierter Festplatte sich der Windows-Virus "RavMonE.exe" eingenistet hat.

Apple jüngster Ipod Video im Test
Vergrößern Apple jüngster Ipod Video im Test

Apple räumt diese Panne in einer Mitteilung ein und nennt die Zahl von 25 bekannt gewordenen Fällen.

Betroffen seinen weniger als ein Prozent von Geräten des Festplatten-Players, die seit dem 12. September in den Handel gekommen seien. Aktuelle Virenscanner würden den Wurm problemlos ausfindig machen, Windows-Anwender ohne Virenschutz empfiehlt der Hersteller mehrere kostenlose Anti-Viren-Programme und die sorgsame Prüfung aller Massenspeicher, einschließlich des iPods selbst und Speicherkarten etwa von Digitalkameras, die mit dem infizierten System in Berührung gekommen sein könnten. Auch Mac-Anwendern, die ein fragliches Modell erworben haben, rät Apple zum Zurücksetzen des iPods auf Werkseinstellungen über die eingebaute Funktion in iTunes 7, da dieser Wurm zumindest beim Betrieb des iPods in gemischten Umgebungen (Boot Camp, Parallels Desktop) sich fortpflanzen könne. Mac OS X und alle anderen iPod-Modelle betreffe diese Warnung nicht, einen Schaden richte die Malware augenscheinlich auch nicht an. Gegenüber Macworld UK nannte ein Unternehmenssprecher einen Windows-PC in der Qualitätskontrolle beim Produzenten als Quelle der Infektion. Apple ist nach diesem Bericht jedoch nicht allein mit diesem Schicksal: Die Fast-Food-Kette McDonalds soll in Japan mehrere tausend mit einem deutlich aggresiveren Virus infizierte MP3-Player im Rahmen einer Promotion an seine Kunden abgegeben haben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
957336