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Foxconn erhöht Löhne

21.02.2012 | 07:09 Uhr |

Der Zulieferer Foxconn, der unter anderem für Apple produziert hat am Samsatag angekündigt, die Löhne für seine Arbeiter um 16 bis 25 Prozent zu erhöhen

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Dies berichtet der IDG News Service. Foxconn bezahle seinen Arbeitern seit 1. Februar zwischen 2200 und 2500 Yuan (260 bis 300 Euro). Damit zahle man deutlich mehr als den von den Behörden in der Provinz Shenzen festgelegten Mindestlohn von 1500 Yuan. Foxconn muss sich derzeit auf Apples Geheiß einer Untersuchung der Fair Labor Association (FLA) unterziehen, Apples CEO Tim Cook hatte diese Untersuchung nach harscher Kritik an Apples initiiert: Die New York Times hatte dem Mac-Hersteller vorgeworfen, nicht am Schicksal der von niedrigen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen geplagten Arbeiter interessiert zu sein.

Trotz der Erhöhung seien die Löhne bei Foxconn immer noch zu niedrig, kritisiert die Aktivistin Debby Chan von der Gruppe Students & Scholars Against Corporate Misbehavior. Foxconn-Arbeiter würden zu Überstunden gezwungen, im Monat kämen dabei 60 bis 80 Stunden zusammen, erklärt Chan. Foxconn gehe auch nicht ehrlich mit seinen Arbeitern um und zahle nicht überall die gleichen Löhne. In Zhengzhou würden Foxconn-Arbeiter bisher nur 1350 Yuan verdienen, nach der Gehaltserhöhung 1600 Yuan. Foxconn fertigt nicht nur für Apple, sondern auch für Dell, Sony und Microsoft. Im Jahr 2010 erschütterte eine Selbstmordserie unter Arbeitern den Hersteller, im vergangenen Mai kostete eine Explosion in einer Fabrik in Chengdu drei Arbeitern das Leben.

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