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Justizministerium untersucht Apples Personalpolitik

03.06.2009 | 16:15 Uhr |

Das US-Justizministerium untersucht laut einem Zeitungsbericht die Personalpraxis mehrerer großer Unternehmen, darunter auch Apple. Die Firmen haben möglicherweise illegale Absprachen, um ihr Know-How zu schützen.

Laut der New York Times hat das Justizministerium Ermittlungen gegen mehrere Firmen aufgenommen. Darunter sollen Apple, Google und Yahoo sein. Laut den Informanten der Zeitung drehen sich die Ermittlungen um mögliche Absprachen zwischen den Unternehmen. Es wird untersucht, ob die Firmen Vereinbarungen haben, Mitarbeiter nicht direkt voneinander abzuwerben. Eine solche Absprache wäre ein Verstoß gegen die Wettbewerbsgesetze.

Der Arbeitsmarkt für IT-Unternehmen ist sehr umkämpft, die Unternehmen bemühen sich um die besten Experten auf diesem Gebiet. Firmen locken erfahrene Experten und talentierte Absolventen mit hohen Gehältern und komfortablen Arbeitsbedingungen. Im Silicon Valley sollen sich deshalb einige Unternehmen durch die mutmaßliche Absprache vor der Konkurrenz abgesichert haben. Fähige Angestellte sollen nicht zum Mitbewerber wechseln.

Nicht selten folgen Klagen auf einen Personalwechsel. Firmen fürchten den Wissenstransfer zur Konkurrenz. Berühmtes Beispiel ist der ehemalige IBM-Manager Mark Papermaster. Sein ehemaliger Arbeitgeber versuchte den Wechsel zu Apple juristisch zu verhindern . Bei Apple soll Papermaster die Entwicklung der iPods und des iPhones leiten. IBMs Einspruch blieb ohne Erfolg, mittlerweile hat Papermaster seinen neuen Job angetreten .

Der Juradozent Herbert Hovenkamp von der University of Iowa sagte der New York Times: "Wenn es eine Absprache gäbe, dass Mitarbeiter nicht abgeworben werden oder es abgesprochene Gehaltsgrenzen gibt, dann wäre das eine Wettbewerbsverletzung." Die Times vermutet, dass die Obama-Regierung eine härtere Gangart gegen Wettbewerbsverzerrung fährt. Zahlreiche Untersuchungen wie diese weisen darauf hin.

Info: New York Times

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