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Erfolg für Online-Petition gegen Actionspielverbot

15.07.2009 | 13:34 Uhr |

Die Ächtung gewalthaltiger Computerspiele stößt auf Widerstand: Eine Online-Petition gegen ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot derartiger Titel hat am Dienstag die Schwelle von 50 000 Unterstützern erreicht.

Somit muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Sitzung mit dem Antrag befassen. Ein Beschluss der Innenministerkonferenz der Länder vom Juni sieht ein Verbot derartiger Spiele sowie eine restriktiviere Altersfreigabe vor - darauf bezieht sich die Petition ausdrücklich. «Mit Bedauern stelle ich fest, dass die Debatte von Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen geprägt ist, gerade aus den Reihen der Politik», schreibt der Petent Peter Schleußer. Bereits jetzt seien gewaltverherrlichende Medien verboten; ein generelles Herstellungs- und Vertriebsverbot von Filmen und Computerspielen für Erwachsene widerspreche dem Zensurverbot des Grundgesetzes.

Um Kinder vor Inhalten zu schützen, die nicht für ihr Alter freigegeben sind, müsse der Vollzug bestehender Gesetzes verbessert werden. Der Antragsteller fordert zudem, den seiner Meinung nach irreführenden und diskriminierenden Begriff «Killerspiele» in der Diskussion nicht mehr zu verwenden. (dpa)

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