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Philips baut keine Fernseher mehr

22.01.2014 | 08:00 Uhr |

Die Niederländer wollen nun auch die letzten Reste ihres TV-Geschäfts loswerden und sich lieber auf gewinnträchtigere Bereiche konzentrieren.

Wie Philips in einer Pressemitteilung erklärt, wolle man aus dem TV-Geschäft vollständig aussteigen. Die letzten 30 Prozent, die Philips am Joint Venture TP Vision hält, sollen an TPV Technology abgegeben werden. Die finalen Unterschriften werden voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2014 gesetzt. TPV wird dann alleiniger Eigentümer sein und soll dadurch, so die Pressemitteilung, schneller und effektiver auf Marktveränderungen reagieren können. Die hergestellten Fernseher sollen auch in Zukunft den Philips-Schriftzug tragen. Jährlich will Philips dafür 2,2 Prozent der Einnahmen aus dem TV-Geschäft kassieren. Das Minimum dieser Abgabe soll jedoch 40 Millionen Euro nicht unterschreiten. Dieses Minimum lag in der Vergangenheit jedoch bei 50 Millionen Euro. Außerdem hat sich Philips bereit erklärt, im Zuge der Abmachung einmalig 50 Millionen Euro in TP Vision zu investieren.

Schon vor Jahren hatte Philips den Großteil seiner Anteile am Joint Venture abgegeben, berichtet das Handelsblatt. Stattdessen wollen sich die Niederländer auf Gesundheitstechnik, Licht und kleinere Haushaltsgeräte konzentrieren, weil die mehr Gewinn abwerfen würden. Tatsächlich sei der Netto-Gewinn des Unternehmens von 105 auf 281 Millionen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

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