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Philips erfüllt Erwartungen

12.10.2004 | 10:00 Uhr |

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im dritten Quartal den Gewinn gesteigert und die Erwartungen des Marktes erfüllt.

Für das vierte Quartal gab der Konzern einen vorsichtigen Ausblick. 2004 werde eines "der besseren Jahre" für Philips, sagte Konzernchef Gerard Kleisterklee am Dienstag in Amsterdam. Das Umsatzwachstum werde wie erwartet bei 7 bis 8 Prozent liegen. Das US-Consumer-Geschäft werde im vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben.

Im Consumer-Bereich (Flachbildschirme, DVD) sei damit zu rechnen, dass die Margen weiter unter Druck blieben. In der Halbleitersparte würden die Umsätze in US-Dollar im vierten Quartal zurückgehen, sich im Gesamtjahr aber im Einklang oder besser als der Markt entwickeln. Die Bereiche Personal Care und Domestic Appliance würden im vierten Quartal saisonal bedingt gute Geschäfte machen und Margen zwischen 15 und 20 Prozent erreichen. Die Sparte Medizinische Systeme werde in 2004 eine EBITA-Marge (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Firmenwert-Abschreibungen) von 14 Prozent erreichen. Der Bereich Lighting habe seine operative Effizienz gesteigert und werde im vierten Quartal "solide Ergebnisse" liefern.

Der Konzernüberschuss im dritten Quartal legte von 124 Millionen Euro auf 1,172 Milliarden Euro zu. Analysten hatten 1,05 Milliarden bis 1,25 Milliarden Euro vorausgesagt. Allerdings wurde der Überschuss durch Einmaleffekte wie die Börsengänge der Töchter NAvteq und LG.Philips LCD, die zusammen mehr als 700 Millionen Euro einbrachten, geschönt. Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg damit von 0,10 auf 0,92 Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Auf operativer Ebene erreichte Philips nach einem Verlust von 126 Millionen Euro im Vorjahr nun einen Gewinn von 1,019 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 7,229 Milliarden Euro. Analysten hatte eine Spanne von 7,152 auf 7,510 Milliarden Euro berechnet.

Philips gab weitere Sonderbelastungen von 270 Millionen Euro im laufenden Quartal bekannt. Bis Ende 2005 wollen die Niederländer durch das so genannte Business Renewal Program 400 Millionen Euro eingespart werden. Das Unternehmen sei dabei seinen Planzielen voraus, sagte Kleisterklee.

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