886266

Philips macht 770 Millionen Euro Verlust

17.07.2001 | 00:00 Uhr |

Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im zweiten Quartal 2001 einen Verlust von 770 Millionen Euro (1,5 Mrd Mark) gemacht. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres wurde noch ein Reingewinn von 3,6 Milliarden Euro (7,0 Mrd Mark) gemeldet. Dabei ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 7,68 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Amsterdam mit.
Zwischen Januar und Juni 2001 belief sich der Verlust auf 664 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 4,77 Milliarden Euro im Vorjahr. Für Umstrukturierungsprogramme hat Philips in dieser Zeit Rückstellungen von zusammen 714 Millionen Euro vorgenommen.
Für die Verlustentwicklung macht der neue Philips-Chef Gerard Kleisterlee den in den USA begonnenen Abschwung auf den Märkten für Telekommunikation und PCs verantwortlich. «Unser Geschäft mit Halbleitern, Komponenten und Verbraucherelektronik ist davon in erheblichem Maß negativ betroffen worden», erläuterte er. Die Erträge sollen nach seinen Angaben im dritten Quartal ihren Tiefststand erreichen. Im zweiten Halbjahr sei mit weitere Rückstellungen zwischen 250 und 300 Millionen Euro zu rechnen, kündigte Kleisterlee an. In den Abteilungen Beleuchtung, Haushaltsgeräte sowie persönliche Hygiene und medizinische Anlagen gingen die Geschäfte gut. dpa

0 Kommentare zu diesem Artikel
886266