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Philips mit Rekordergebnis

08.02.2001 | 00:00 Uhr |

Der niederländische Elektronikkonzern Philips
hat im Geschäftsjahr 2000 beim Betriebsergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit einen Rekordbetrag von 9,6 Milliarden Euro
erzielt. Im Vorjahr hatte dieses Ergebnis 1,8 Milliarden Euro
betragen, teilte Philips am Donnerstag in Amsterdam mit. Allerdings
reduziert sich dieser Betrag nach Berücksichtigung von Einmalerträgen
auf 2,5 Milliarden Euro, verglichen mit 1,5 Milliarden Euro 1999.

«Philips hat einen ausgezeichneten Start in das neue Jahrtausend
hingelegt», betonte Philips-Chef Cor Boonstra. Die Ergebnis-
Verbesserung sei in allen Geschäftsbereichen erreicht worden. Der
Umsatz stieg 2000 auf 37,8 Milliarden Euro nach 31,4 Milliarden Euro
im Vorjahr. Besonders stark war der Zuwachs bei Halbleitern, die um
55 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zulegten. Bei Bauelementen betrug
das Plus 22 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro und bei Medizinsystemen
22 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro. Wechselkursänderungen trugen zum
gesamten Umsatzanstieg mit 9 Prozent bei.

Nach Philips-Angaben war weltweit ein starker Umsatzzuwachs zu
verzeichnen, insbesondere in Südostasien. Ein stark beschleunigtes
Wachstum zeigte der Umsatz in Asien, der um knapp ein Drittel höher
als im Vorjahr ausfiel.

Die Zahl der Beschäftigten belief sich zum Jahresende 2000 auf
insgesamt 219 429, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 7445
Personen. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf Änderungen des
Konsolidierungskreises zurückzuführen und spiegele eine Abnahme der
Beschäftigtenzahl um insgesamt 10 621 Personen wider.

Zu den Aussichten erklärte der größte europäische Anbieter von
Unterhaltungselektronik und drittgrößte Halbleiterproduzent, er
beobachte eine Verlangsamung der Konjunktur in bestimmten Teilen der
Welt, insbesondere in den USA. Ferner machten sich auf den Märkten
für PCs und verwandte Produkte sowie den Telekommunikationsmärkten
Anzeichen eines zeitweiligen Überangebots bemerkbar. Bestimmte Märkte
für Philips-Produkte würden in diesem Jahr einen langsameren Zuwachs
und einen höheren Preisverfall zeigen. Dennoch werde mittelfristig
ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent und eine
Verbesserung des Betriebsergebnisses von rund 8 auf 10 Prozent vom
Umsatz angestrebt. An der Börse gaben die Papiere bis
Donnerstagmittag um 0,68 Prozent auf 36,75 Euro nach.
dpa

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