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Philips nach hohem Quartalsgewinn auf Wachstumskurs

13.07.2004 | 10:30 Uhr |

Nach einem überraschend hoch ausgefallenem Überschuss im zweiten Quartal peilt der niederländische Technologiekonzern Philips für das zweite Halbjahr 2004 ein "andauerndes Wachstum" bei Umsatz und Gewinn an.

Grund seien das gut gefüllten Auftragsbuch, reduzierte Kosten und viel versprechende neue Produkte, sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee am Dienstag in Amsterdam. Die Aktie von Philips stieg in den ersten Handelsminuten um 1,52 Prozent auf 21,38 Euro.
Wegen der gestiegenen Nachfrage nach Halbleiterprodukten und Unterhaltungselektronik stieg der Überschuss im zweiten Quartal von 42 auf 616 Millionen Euro. Analysten hatten einen Überschuss von 485 bis 580 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz stieg von 6,532 auf 7,280 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr werde ein nominales Umsatzplus von sieben bis acht Prozent erwartet. Auf dieser Basis sei im ersten Halbjahr ein Plus von sieben Prozent erzielt worden, sagte Finanzchef Jan Hommen.
Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete Philips in Asien, wo der Umsatz um knapp ein Drittel auf 2,017 Milliarden Euro anstieg. Von 1,914 auf 1,826 Milliarden Euro rückläufig war hingegen der Umsatz in Nordamerika. Im Raum Europa/Afrika gab es ein Plus von 2,761 auf 3,068 Milliarden Euro. Der operative Gewinn lag mit 356 Millionen Euro (Vorjahr: minus 26 Mio Euro) im Rahmen der Prognosen von 290 bis 405 Millionen Euro. Am deutlichsten zum Ergebniswachstum trug die Halbleiter-Sparte bei. Hier fiel ein operativer Gewinn von 143 Millionen Euro an, verglichen mit einem Verlust von 139 Millionen Euro vor einem Jahr. Für das dritte Quartal wird verglichen mit dem zweiten Quartal auf US-Dollar-Basis mit einem "geringen einstelligem Umsatzwachstum" in der Halbleitersparte gerechnet.
Im Konsumelektronik-Bereich fiel im zweiten Quartal mit 53 Millionen Euro wieder ein operativer Gewinn an, verglichen mit minus 42 Millionen Euro vor einem Jahr. Hommen betonte, dass die Konsumelektronik-Sparte in den USA 2004 nahe an die Gewinnschwelle rücken werden. In den Sparten Halbleiter und Konsumelektronik werde es im zweiten Halbjahr allerdings Umstrukturierungsbelastungen geben. Im Konsumelektronik-Bereich würden zudem weiterhin bis Ende 2005 Kosteneinsparungen von 400 Millionen Euro angepeilt.
Die Beleuchtungssparte legte operativ von 119 auf 135 Millionen Euro zu. In der Medizingerätesparte sank der operative Gewinn von 153 auf 132 Millionen Euro, in der Haushaltsgerätesparte von 75 auf 46 Millionen Euro.

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