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Phishing war erst der Anfang

17.10.2005 | 11:28 Uhr |

Online-Banking wird immer beliebter - nicht nur bei Kunden, sondern auch bei Kriminellen. Laut aktuellen Zahlen des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) wickeln inzwischen nahezu vier von zehn deutschen Bankkunden zumindest die Standardvorgänge ihrer Bankgeschäfte online ab.

Davon wollen auch Verbrecher profitieren - mit immer ausgefeilteren Methoden. Seit Sommer vergangenen Jahres beobachtet der Verband Versuche, Bankkunden durch so genannte Phishing-Emails zur Preisgabe ihrer Geheimzahlen zu bewegen. “Waren es zunächst Phishing-Wellen, ist mittlerweile kein Abflauen mehr zu beobachten”, sagt Verbandssprecherin Kerstin Altendorf.

Im Vergleich zu Kreditkartenbetrug ist der finanzielle Schaden Branchenkreisen zufolge gering. Eine der ersten europäischen Banken, deren Kunden gezielt angeschrieben wurden, war die Postbank. Sie hat inzwischen auf ein System umgestellt, bei dem der Kunde die für einen Online-Banking-Auftrag erforderliche Transaktionsnummer (TAN) nicht mehr selbst auswählen kann. “Systeme, bei denen die Nutzer die TAN- Nummer selbst aussuchen können, halten den heutigen Gegebenheiten nicht mehr stand”, betont Martha Bennett, Research Director bei Forrester Research.

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