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Phonecasting statt Podcasting?

23.06.2005 | 14:50 Uhr |

In einem Interview mit unserer Schwesterzeitschrift Playlistmag wirft einer der Urväter der Blogging-Szene, Evan Williams interessante Zukunftsperspektiven auf.

Williams hat mit seinem Tool Blogger viel dazu beigetragen, das Erstellen von Weblogs in den USA so populär zu machen.

Nachdem er seine Firma an Google verkauft hatte, ist er nun mit einem neuen Projekt namens Odeo zurück. Damit nimmt er sich des zweiten großen Hype-Themas des Jahres an, Podcasting. Odeo ist ein Portal für Podcasts, das nicht nur Inhalte, sondern auch Tools zum Erstellen eigener Podcasts oder auch Dienstleistungen wie Verfassen oder Aufnahmen von Podcasts anbieten will. Noch ist Odeo nicht online, Williams hat den Betatest seines Projekts noch nicht abgeschlossen.

Dreiteiliges Angebot

Auf die Frage, was Odeo nun genau bieten soll, nennt Williams mehrere Bereiche: Zuerst wolle man auf Odeo alles an Audioinhalten anbieten, was sich im Netz als Podcast oder in Podcast-ähnlicher Form finden lasse. Diese Inhalte würden in einer großen Datenbank erfasst, in der Interessenten nicht nur nach den üblichen Suchkriterien forschen könnten, sondern auch nach Metadaten, Kommentaren oder auch Wertungen. Über ein kleines Programm will Williams die Zusammenarbeit mit anderen iPod-Clients sichern, so dass sich der Anwender nicht mehr die Software laden, sondern alle gewünschten Inhalte über die Webseite von Odeo beziehen kann.

Dritter Bestandteil des Angebots sollen Hilfsmittel und Dienstleistungen für Autoren sein. Je nachdem wie viel diese selbst machen wollen, haben sie die Wahl zwischen Software, mit denen sie selbst Aufnahmen machen können, oder Aufnahme-Service, der die komplette Produktion leistet.

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