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Photokina im Computerzeitalter angekommen

15.09.1998 | 00:00 Uhr |

Köln, 15. September 1998. Die 25. Photokina, die vom 16. September bis 21. September in Köln stattfindet, ist endgültig im Computerzeitalter angekommen. Auf der Messe findet sich kein Kamerahersteller von Bedeutung, der nicht mit digitalen Lösungen vertreten wäre. Die digitale Fotografie setzt sich sowohl im professionellen Markt als auch bei den Amateuren durch. Jedoch, so betonen die Aussteller, werde sie den analogen Film nicht ersetzen, sondern ergänzen. Insgesamt sind 1544 Hersteller aus 47 Ländern auf dem Kölner Messegelände vertreten. Schwerpunkt der digitalen Fotografie ist die Halle 10.1.

Die von der Fachpresse mit Spannung erwartete digitale Sensorpatrone für Analog-Kleinbildkameras wird indess nicht zu sehen sein. Anbieter Imagek zeigt auf seinem Messestand nur eine Infotafel, die immerhin ein paar Neuigkeiten verrät. So soll es eine Anschlußmöglichkeit für Macintosh geben und die Bildauflösung beträgt 1280 mal 1024 Pixel.

Kodak startet zur Photokina sein PhotoNet online. Fotoamateure haben nun die Wahl, ob sie bei Abgabe eines Analog-Films neben der normalen Entwicklung auch eine Digitalisierung wollen. Die Scans werden dann entweder über eine Floppy-Diskette, einer CD-ROM oder über Internet zugestellt. Der Service soll bis Mitte 1999 flächendeckend in Europa verfügbar sein.

Minolta hielt seine Novität im Digitalkamerabereich bis zur Photokina geheim: Die Dimäge RD 3000 ist eine Megapixelkamera mit 2,7 Millionen Bildpunkten. Die Spiegelreflexkamera mit Autofokus ist die Nachfolgerin der RD-175; ihr Sensor erreicht fast die Ausmaße eines APS-Films. Preis und Verfügbarkeit waren am Vortag der Messe nicht zu erfahren. ms

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