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"Photokina" schließt ihre Pforten

25.09.2000 | 00:00 Uhr |

Eine "neue Epoche der Fotografie" hat nach Einschätzung der Branche die am Montag beendete weltgrößte Fotomesse Photokina eingeläutet. Die Vielfalt der technischen Lösungen sei die "Basis für eine ganz neue Dynamik des Marktes", teilte der Vorsitzende des deutschen Fotoindustrie-Verbandes, Friedrich Hujer, in Köln mit. Die Allianz von Film, Chip und Internet verheiße der Branche gute Chancen auf weiteres Wachstum. Die Wachstumsrate bei Digitalkameras liege derzeit über 80 Prozent.

Preise und Qualität der digitalen Technik nähern sich den Angaben zufolge denen der konventionellen Fotografie immer mehr an. Künftig sollen Digitfotos über WAP-Mobiltelefone abrufbar sein - eine neue Technik, die allerdings erst mit dem neuen UMTS-Standard im Mobilfunk schnelle Übertragungsraten erreichen werde. Auch Hobbyfotografen sollen sich zunehmend des Internets bedienen und ihre Bilder per Computer bestellen. Immer stärker verbinden die Hersteller digitale und analoge Fotografie.

Zu ihrem 50-jährigen Bestehen verzeichnete die Photokina eine Rekordbeteiligung: Auf der "Weltmesse des Bildes" stellten knapp 1.700 Aussteller aus 45 Ländern ihre Neuheiten aus. Mehr als 160.000 Besucher aus 144 Ländern machten sich ein Bild von den Trends der Zukunft. Der Anteil der Fachbesucher auf der Messe habe bei 70 Prozent gelegen, hieß es. Der Fachhandel sei "deutlich orderbereiter als noch zur Vorveranstaltung" gewesen. dpa/ab

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