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Photoshop Online: Adobe verfolgt Google

01.03.2007 | 12:30 Uhr |

Google macht es vor und Adobe macht es nach: Innerhalb der kommenden sechs Monate will der Software-Hersteller sein Flaggschiff Photoshop ins Internet bringen.

Kostenfrei dank Werbefinanzierung werden Digitalfotografen noch dieses Jahr ihre Bilder online bearbeiten können, ähnlich wie Google mit Text & Tabellen ein Internet-Büropaket sowie Mail- und Kalenderdienste anbietet. Und wie beim Vorbild wird auch Photoshop online nicht den kompletten Funktionsumfang eines "echten" Computerprogramms anbieten.

"Für uns ist das neu", räumte Adobe-Chef Bruce Chizen gegenüber c|net , "aber wir wollen sichergehen, dass wir in diesem Segment die ersten sind - denn wir beobachten Googles Aktivitäten in anderen Bereichen." Die erste Webapplikation von Adobe ist das Videoschnitt-Tool Remix, das in den nächsten Tagen Mitgliedern von Photobucket offen stehen wird, einem Flickr- und YouTube-Konkurrenten. Dabei sieht Adobe die Möglichkeiten von Internet-Programmen eher nüchtern. "Zwar steigt die verfügbare Bandbreite weiter und weiter, aber auch immer mehr Video-Material drängt in die Leitungen", warnt Chizen vor zu hohen Erwartungen. Netzwerk-Latenzen könnten Anwender frustrieren, daher dürfe auch der Funktionsumfang wenn Web-Applikationen nicht so hoch ausfallen. Photoshop Online werde daher hoch gesteckte Anforderungen nicht befriedigen können, ein endgültiger Name für diesen Dienst gäbe es aber noch nicht Web-Applikationen böten neugierigen die Chance zum Einstieg in ein Fachgebiet, so der Adobe-Chef weiter, und könnten als Basis dienen, neue Käuferkreise für die konventionellen Programme zu erschließen. Darüber hinaus sieht Chizen Web-Dienste als sinnvolle Ergänzung zu konventioneller Software und nannte das Workflow-Tool Photoshop Lightroom als Beispiel für einen Hybriden aus Offline- und Online-Prtogramm.

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