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PiMPod

17.12.2004 | 11:10 Uhr |

Wer den iPod als digitalen Terminkalender und Adressbuch verwenden möchte, findet die nötigen Tools an Bord.

Für viele war der iPod eine Art Fehlgeburt. Vor drei Jahren hat sich der eine oder andere Mac-Anwender lieber einen Newton- Nachfolger gewünscht als einen MP3- Player mit Apple-Logo. Schwamm drüber. Heute weiß schließlich jedes Kind, dass ein iPod viel cooler ist als ein elektronischer Organizer.

Trotzdem hat dieser Wunsch gleich zu Beginn der iPod-Ära eine amerikanische Entwicklerschmiede beflügelt, eine Datenbank- Software zu schreiben, die Telefonnummern, Kontakte oder Flugnummern auf dem MP3-Player speichert. Da die erste Softwareversion des iPod allerdings einzig und ausschließlich zum Abspielen von Musik gedacht war, blieb ihnen nur die gewitzte Idee, die Informationen in den ID3-Tags von MP3-Dateien abzulegen, um sie über das iPod-Menü abzurufen. Die Musikdateien sind stumm. Womöglich hat das dazu beigetragen, dass Cupertino den Ruf der iPod-Gemeinde erhört und mit der Software 1.2 neben einer Adressdatenbank auch einen Kalender samt Uhr ins iPod-Betriebssystem integriert hat. Im Laufe der Zeit sind Notizzettel dazugekommen. Wenn man so will, eine Metamorphose zum iPIM: zum Personal Information Manager.

Daten in der Schote

Steve sei Dank segelt Apple dabei mit offenen Standards und schickt den iPod nicht mit einer proprietären Lösung auf die Insel. Denn so lassen sich auf einfachstem Weg Adressen, Termine und Notizen auf dem iPIM speichern, ohne gleich ein ganzes Arsenal an Software bemühen zu müssen.

Um die gewünschten Daten auf den iPod zu schieben, muss man zuerst in den iPod-Einstellungen den Festplatten- Modus einschalten. Jetzt erscheinen im Windows-Explorer beziehungsweise dem Finder im Mac-OS die Ordner "Calenders", "Contacts" und "Notes". Welche Datei in welchen Ordner gehört, erklärt sich von selbst. Adressen liest der iPod nur dann, wenn sie als digitale Visitenkarte im vcf-Format (Visit Card File) vorliegen. Weil das jedes E-Mail-Programm speichert oder exportiert, ist das kein Problem. Die Adressdateien in den Ordner schieben, und schon zeigt sie der iPod an. Genauso funktioniert es mit Kalendern: Hier enden Dateien auf .vcal oder .ics. Solche Dateien sollte jede Organizer- Software speichern können.

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