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Ping und Apples Datenschutz

06.09.2010 | 11:00 Uhr |

Der Anwender muss den Dienst Ping ausdrücklich aktivieren und dann die übersichtlichen Einstellungen für sein Benutzerkonto konfigurieren. Der einzige Haken: Der Name im Ping-Profil ist immer auch der Benutzername für die Rechnungsadresse des iTunes-Accounts.

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Die Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre in Ping, dem neuen musikorientierte soziale Netzwerk von Apple innerhalb iTunes 10 , sind sehr übersichtlich und jederzeit editierbar. Im direkten Vergleich zu Facebook ist aber auch das Angebot des Dienstes eher beschränkt.

Als Voreinstellung nach der Installation ist Ping zunächst deaktiviert. Erst wenn der Anwender in iTunes in der Seitenleiste in der Rubrik "Store" auf "Ping" klickt, kann er sich bei iTunes einloggen und Schritt-für-Schritt sein Benutzerprofil in Ping konfigurieren. Pflichtfelder sind nur Vorname, Nachname und Geschlecht, alle anderen Angaben wie Foto, Ort, Musikvorlieben und eine kurze Biografie sind optional. Im letzten Schritt kann der Anwender entscheiden, ob er erlauben will, dass beliebige Personen seine Nachrichten verfolgen können, ob er nur ausdrücklich genehmigten Personen den Zugriff erlaubt oder Niemandem seine Nachrichten zugänglich machen will.

Wenn der Anwender einem Freund das Folgen erlaubt, dann kann dieser neben dem Namen auch dessen E-Mail-Adresse und Foto sehen. Falls der Anwender keine Follower erlaubt, kann er selbst trotzdem die Nachrichten von anderen Ping-Anwendern abonnieren. Im letzten Fall werden dann der Name und das Profilfoto nur angezeigt, wenn der Anwender eine Beurteilung oder einen Kommentar veröffentlicht.

Der einzige Haken an der Sache: Wer in den Namensangaben Änderungen vornimmt, überschreibt automatisch seinen Namen in der iTunes-Rechnungsanschrift. Wer also sein Benutzerkonto in iTunes mit vollem Namen konfiguriert hat, kann hier nicht einfach einen anderen Namen wählen. Interessant ist auch, dass Apple es sich vorbehält, die Bilder für ein Anwender-Profil vor Veröffentlichung ausdrücklich zu genehmigen. Ziel ist offensichtlich, Problemen von Urheberrecht bis hin zu beleidigenden Darstellungen vorzubeugen, aber Apple könnte sich damit weitaus mehr Arbeit als erwartet einhandeln.

Ping kann nur innerhalb von iTunes selbst eingesetzt werden. Während andere soziale Netzwerke wie zum Beispiel auch via Client-Apps eingesetzt werden können, wird es für Ping keine Client-Version geben. In Theorie ist Ping somit wesentlich kontrollierbarer und sicherer als andere soziale Netzwerke, in der Praxis aber wird gelten: Ping ist ein weiteres soziales Netzwerk und somit ein ideales Ziel für alle Sorten von Spam, Phishing- oder Malware-Attacken . In der Tat veröffentlichte Macrumours bereits Gerüchte , dass Spammer sich schon eifrig für Angriffe auf Ping vorbereiten.

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