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Pixar konzentriert sich wieder auf Software

25.08.2003 | 11:48 Uhr |

Nachdem das Filmstudio Pixar mit "Finding Nemo" gerade den erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten in die Kinos gebracht, will Steve Jobs' "andere Firma" seine Aktivitäten in der Softwareentwicklung wieder ausweiten.

Zuletzt hatten sich die Macher bei Pixar auf die Produktion von Filmen konzentriert, die Software-Ingenieure, die das Rendertool Renderman entwickelt hatten, sahen sich mit Schwierigkeiten konfrontiert, "eine Software-Company inmitten eines Filmstudios" zu betrieben, wie Dana Batali, Direktor der Renderman-Gruppe bei Pixar, der Los Angeles Times darlegte.
Auf Pixars Erfolg hin entwickelte die Konkurrenz eigene Lösungen, der Markt für Rendersoftware wächst laut M2 Research von 39 Millionen Dollar im Jahr 2001 bis auf das Volumen von 69 Millionen Dollar in 2007. Dabei verwendeten immer mehr Produzenten für TV, Video und Kino andere Software als die des Render-Pioniers Pixar, die schon Anfang der neunziger Jahre Einsatz in Filmen wie Jurassic Park und Terminator 2 fand.
Das Problem will Pixar nun mit einem Umzug der Abteilung nach Seattel in den Griff bekommen. Batali meinte gegenüber der L.A. Times, dass die Softwareentwickler an ihrem alten Standort im kalifornischen Emeryville immer mehr zum technischen Support der Produktion verkommen waren und ihre Arbeit nur langsam vorantreiben konnten.
Pixar hat auch den Preis für Renderman um rund 35 Prozent gesenkt, das Softwarepaket will man Kundenwünschen anpassen und neu konfigurieren. Zudem sucht Pixar nach neuen Kunden außerhalb des Filmgeschäfts und bietet sich TV-Produzenten und Herstellern von Videospielen an.

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