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Pixelpark gibt Gewinnwarnung aus

29.08.2002 | 10:36 Uhr |

München/Macwelt - Der seit langem mit hohen Verlusten kämpfende Internet-Dienstleister Pixelpark kommt nur schwer aus der Krise und ist von seinen Gewinnzielen abgerückt. Der Vorstand halte es für wahrscheinlich, dass die für das vierte Quartal 2002 angestrebte Pofitabilität nicht erreicht werde, teilte die Bertelsmann-Tochter aus Berlin am Donnerstag mit. Zwar habe sich das operative Ergebnis verbessert. Die Investitionszurückhaltung könne aber nicht mehr nur als kurzfristige Entwicklung betrachtet werden, hieß es. An der Börse verlor der einstige Neuer-Markt-Liebling zum Handelsbeginn erneut. Nach einem drastischen Personalabbau und der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten hat Pixelpark die Verluste abgebaut. Bei einer deutlich geringeren Konzern-Gesamtleistung im zweiten Quartal 2002 von 12 Millionen Euro (Vorjahr: 23,5 Mio. Euro) ging der Fehlbetrag auf 11,8 Millionen zurück nach einem Minus von 16,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (Ebit) beläuft sich auf minus 10 Millionen Euro gegenüber minus 18,6 Millionen Euro vor einem Jahr.

2001 hatte Pixelpark einen Rekordverlust von 86 Millionen Euro ausgewiesen bei einem Umsatz von 81,3 Millionen Euro. Nach misslungenen Zukäufen und Rückschlägen im Ausland konzentriert sich das Unternehmen wieder auf das Kerngeschäft. Mehrheitsaktionär Bertelsmann hatte seine Internet-Tochter zuletzt mit einem Forderungsverzicht auf ein Darlehen von 40 Millionen Euro gestützt.

Am Donnerstagvormittag kosteten Pixelpark nach einem Minus von fast sieben Prozent zeitweise nur noch 1,26 Euro. Das bisherige Jahrestief beträgt 1,02 Euro. dpa

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