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Planspiel gegen Cyber-Terrorismus

07.11.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sind Terroristen in der Lage, durch gezielte Angriffe auf Computernetze das gesamte wirtschaftliche und öffentliche Leben in einem Land zum Erliegen zu bringen? Um diese Frage zu klären, treffen sich am kommenden Montag Mitarbeiter von mehr als 40 Institutionen im Zentrum für europäische Strategieforschung (ZES) in Ottobrunn bei München. Drei Tage lang werden dort Vertreter unter anderem von Polizei, Flughäfen, Stromversorgern und Ministerien im Rahmen eines Planspiels den Ernstfall simulieren. Und das sind die "Spielregeln": Die einzelnen Teilnehmergruppen sitzen in benachbarten Räumen und müssen versuchen, sich gegen Hackerattacken, Netzausfälle und Sabotageakte zur Wehr zu setzen. Eine "Leitungsgruppe" wird dabei das Verhalten der Menschen und der Technik beobachten. Am Ende der Livesimulation folgt eine Manöverkritik.

"Vielen Verantwortlichen wird zunehmend bewusst, wie abhängig sie voneinander sind", erläutert Uwe Nerlich, Direktor des ZES und gleichzeitig Koordinator des Planspiels. Wenn beispielsweise die Telekommunikation ausfalle, so habe dies Auswirkungen auf alle Einrichtungen des Landes. "Wir befürchten da einen Dominoeffekt."

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