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Plattenzauber im Power Mac (2)

18.08.2005 | 13:00 Uhr |

Der Datendurchsatz an der Festplatte ist zu langsam? Ausfallsicherheit der Festplatte ist oberstes Gebot? Im zweiten Teil unseres Workshops zeigen wir Schritt für Schritt die richtige Konfiguration mit dem Festplatten-Dienstprogramm.

Festplattendienstprogramm
Vergrößern Festplattendienstprogramm

3. Diskarray anlegen

 

3.1 RAID-Level 0

Mit einem Diskarray nach RAID-Level 0 lässt sich die Datenübertragung beschleunigen. Dabei wird der Datenstrom zerlegt und parallel auf beide Laufwerke verteilt, die nun parallel arbeiten. Die Array-Funktionen des Festplattendienstprogramms finden Sie im Bereich „RAID“. Dort ziehen Sie mit der Maus die Laufwerke aus der Medienübersicht in den leeren Bereich auf der rechten Fensterseite.

Oberhalb der Liste kann man für das Array Namen und Volumeformat festlegen. Im unteren Popup-Menü stellt man den RAID-Typ ein, wobei wir für Level 0 „RAID-System (Striped)“ wählen. Letzterer wird auch als „Striping“ oder „Verteilte Speicherung“ bezeichnet. Unter dem Menü zeigt das Programm die Kapazität des Arrays an. Da die Daten 50:50 auf beide Laufwerke verteilt werden, nimmt man am besten zwei gleich große Platten, damit nicht auf der größeren etwas übrig bleibt. Aus zwei Platten mit jeweils rund 150 Gigabyte wird im Level 0 ein 300-GB-Volume. Mit einem Klick auf „Erstellen“ führt das Programm die Anweisungen aus.

3.2 Einige Tipps

Um das Array zu partitionieren, teilen Sie zuerst beide Laufwerke nach dem gleichen Schema auf und wechseln dann in den RAID-Bereich. Dort erzeugen Sie nacheinander Arrays aus den jeweils korrespondieren Partitionen, also die ersten Volumes ins erste Array, die beiden zweiten ins nächste Array usw. Haben Sie Probleme ein weiteres Array anzulegen, deaktivieren Sie die vorhandenen RAID-Volumes über den Befehl in der Symbolleiste. Das gleichzeitige Definieren mehrerer Arrays über die Plustaste funktioniert hierfür nicht.

Zur Optimierung können Sie unter „Optionen“ noch die Blockgröße, die kleinste Einheit des Volumes, an die Daten anpassen. Sind viele kleine Dateien auf der Platte, wählt man eine kleine Größe, um Platz zu sparen. Auf einem Arbeitslaufwerk für Filme und großen Bildern wählt man dagegen große Blöcke, um den Zugriff zu beschleunigen. Auf das File-Journal kann auf einem Swap-Laufwerk mit wenigen Dateien auch verzichtet werden. Das bringt wieder ein paar Prozentpunkte Performance.

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