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Jugendliche diskutieren digital mit Politikern

16.07.2009 | 10:14 Uhr |

Styling-Fragen statt Opel-Rettung: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) kauft sein Haargel schlaftrunken im Supermarkt ein und denkt nicht über seine berufliche Zukunft nach dem 27. September nach.

Das sind Antworten, die der Minister auf Fragen junger Wähler auf der Internetplattform studivz/meinvz gab. Insgesamt neun Fragen konnten die jugendlichen Nutzer anbringen. Das Ergebnis wurde am Mittwoch veröffentlicht.

Um gerade auch bei jungen Wählern vor der bevorstehenden Bundestagswahl zu punkten, geht die Politik dorthin, wo sich die jungen Stimmberechtigten aufhalten. Im Internetportal studivz/meinvz können die Nutzer Freundschaft schließen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) oder ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier auf dessen digitaler Pinnwand Nachrichten hinterlassen.

Den Anfang machte nun Guttenberg. Warum man überhaupt noch wählen gehen sollte? Diese Frage gibt er direkt zurück. "Welchen Anreiz gibt es, nicht zur Wahl zu gehen? Eine nicht abgegebene Stimme stärkt im Zweifel eine Stimme, die man nicht sehen will", argumentiert er. Die Bildung dürfe unter der Sparpolitik natürlich nicht leiden. Und was das Land noch mehr brauche als Steuersenkungen, seien Wachstumskräfte, die für mehr Steuereinnahmen sorgten und damit zum Schuldenabbau beitrügen.

In knappen Videobeiträgen geht der Minister auf einzelne Fragen ein. Die studivz-Nutzer können nun Farbe bekennen und entscheiden, welcher Partei sie sich digital anschließen. Die nächste "VZ-Nutzer fragen - Politiker antworten"-Runde will Merkel nutzen, um die potenziellen jugendlichen Wähler an sich zu binden. (dpa)

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