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Politik wird transparent im Internet

23.02.2005 | 09:53 Uhr |

Politik lebt vom Mitmachen - gerade jungen Wählern scheint das Ergebnis von Wahlen jedoch zunehmend egal zu sein.

Oft wissen sie auch nicht, für welche politischen Inhalte die Parteien eigentlich stehen. Das Internet kann hier gegen Politikverdrossenheit wirken: Surfer finden interaktive Hilfen, die Parteiprogramme verständlicher machen. Auch als Lexikon zur politischen Bildung eignet sich das Web. Zudem finden Bürger hier rege Diskussionsforen.

«Für Jugendliche und Jungwähler bietet das Internet einen spielerischen Einstieg in die Politik», sagt Thorsten Schilling, Leiter des Internetauftritts der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) in Bonn. Als erste Entscheidungshilfe im Wahlkampf dient zum Beispiel der interaktive «Wahl-O-Mat» der BpB: Dieser vergleicht die Ansichten des Wählers mit den Parteiprogrammen.

Um Jugendlichen die Politik schmackhaft zu machen, bietet die BpB spezielle «Jugendmarken» wie das Online-Magazin «Fluter.de» oder das «Projekt P». Hier können Jugendliche in eigenen Beiträgen politische Themen aus ihrer Sicht diskutieren. Auch Kinder können online etwas über die Streitthemen der Großen lernen. Im «Hanisauland» bietet die BpB Comics, Spiele und Videos, die in die Welt der Politik einführen.

Zudem finden Surfer auf Internetseiten wie «Politik-digital.de» eine rege Gemeinschaft für politische Diskussionen. Die Macher bitten jede Woche einen Polit-Prominenten in ihren Chatraum. Für aktuelle Diskussionen bietet die Seite auch einen Weblog an, in dem Nutzer tagespolitische Ereignisse frei kommentieren können. «Bei politischen Diskussionen im Netz gibt es aber Spielregeln», sagt Geschäftsführer Christian Dowe in Berlin. Anwender sollten sich mit Toleranz und Respekt begegnen. Störenfriede würden ausgeschlossen.

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