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Power-Computing-Kauf ein Schnäppchen

04.09.1997 | 00:00 Uhr |

Die Übernahme von Power Computing durch Apple ist vielleicht gut für den Mac-Hersteller, aber nicht unbedingt für die Mac-Plattform. So lautet das Fazit von Analysten und Börsianern.

Gegenüber dem Macwelt-Schwestermagazin Macweek erklärte Charlie Wolf, Direktor bei der Credit Suisse First Boston Corp. in New York: "Aus Apples Sicht ist es die richtige Entscheidung für die Firma, aber der Kauf wird eine Gegenreaktion zur Folge haben. So ist nun einmal die Natur der Mac-Szene. Apple wird jedenfalls nicht 100 Prozent der Geschäfte, die Power Computing gemacht hat, behalten können."

Wolf meint, die 100 Millionen Dollar, die Apple für die Übernahme der Kernbereiche von Power Computing bezahlt, seien ein günstiger Kauf. Die Summe entspricht in etwa jener, die Power Computing im letzten Quartal 1996 umgesetzt hat (98,5 Millionen Dollar). Nach Angaben von Wolf ist der Kaufpreis etwa achtmal größer als die Nettoeinnahmen, die Power Computing für 1997 erwartet, was für die Übernahme eines Computerhersteller relativ wenig sei. So wäre der voraussichtliche Preis für den Kauf des PC-Herstellers Dell etwa 25mal höher sein als die Nettoeinnahmen des Unternehmens, und bei den Firmen Gateway 2000 und Compaq rund 18mal höher. ab

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