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Workshop: Kommunikation mit iChat

06.05.2008 | 13:47 Uhr |

Mit iChat kann man einen anderen Mac fernsteuern oder dessen Besitzer Bilder oder Filme vorführen. Doch vor all diesen Tricks stehen hohe technische Hürden.

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Wer zum ersten Mal iChat startet, wird nicht besonders freundlich begrüßt: Zuerst eine kurze Erklärung, doch dann fragt die Software sofort nach Daten wie Benutzername und Kennwort. Außerdem wird man mit einem gewissen Nachdruck dazu gedrängt, eine Testmitgliedschaft bei Apples kostenpflichtigem Dienst .Mac abzuschließen. Die dafür fälligen 99 Euro pro Jahr sollte man sich aber gut überlegen; sie rentieren sich nur, wenn man die Möglichkeiten von .Mac wirklich ausschöpft. Deshalb in fünf Schlagworten die Grundbegriffe:

1. iChat ist eine Software zum Austausch von Nachrichten (von Englisch: "chat", plaudern). Das können Texte sein, alternativ aber auch Töne oder gar Video (Neudeutsch: "Audio-Chat" respektive "Video-Chat"). Man spricht von "Instant Messaging", weil die Nachrichten (fast) ohne Verzögerung zwischen den Rechnern hin und her fließen.

TIPP Die Textnachrichten sind unverschlüsselt (mit wenigen Ausnahmen - siehe Randspalte "Geheim"). Brisante Daten sollte man deshalb nicht über Chat austauschen.

2. Bei dieser Art der Plauderei braucht man Freunde oder Bekannte als Ansprechpartner, deren Benutzername man kennen muss. Erst wenn man die jeweiligen Benutzernamen einträgt, kann man sie in der Kontaktliste auswählen und ansprechen (Neudeutsch: "anchatten").

TIPP Es gibt mehrere Kontaktlisten. iChat unterscheidet zwischen Kontakten im lokalen Netz ("Bonjour") und Geprächen, die über Internet laufen, zum Beispiel "AIM-Kontaktliste". Den vollen Überblick über die ansprechbaren Freunde und Bekannte bekommt man nur, wenn man über das Menü "Fenster" die einzelnen Kontaktlisten öffnet (alternativ mit den Tastenkombinationen "Befehlstaste-1" bis - soweit verfügbar - "Befehlstaste-9").

TIPP Wer jemanden kennt, der eine E-Mail-Adresse bei Apples Online-Dienst .Mac hat, kennt auch dessen Benutzername im Chat: "sjobs@mac.com" ergibt den Benutzernamen "sjobs".

3. Wenn man das Programm iChat startet, meldet man sich automatisch beim jeweiligen Dienst an (deaktivierbar in "iChat > Einstellungen > Accounts" für den jeweiligen Account). Das heißt, dass man damit für alle anderen Personen sicht- und verfügbar ist, die diesen Benutzernamen kennen und ihn in ihrer Kontaktliste eingetragen haben.

TIPP Wer angemeldet ist, kann in iChat noch einen Status festlegen: Ein grüner oder roter Punkt zeigt an, ob man sich als "Anwesend" oder "Abwesend" eingestuft hat. Unabhängig vom roten oder grünen Punkt kann man aber trotzdem eine Konversation mit der jeweiligen Person starten. Beim roten Punkt läuft man aber Gefahr, keine Antwort zu bekommen.

TIPP Neu in iChat 4 ist die Möglichkeit, sich "unsichtbar" zu machen. Das bedeutet, dass man für andere nicht ansprechbar ist; es wirkt, als wäre man nicht angemeldet. Diese Tarnkappe ist in iChat aber auf die Dienste AOL und .Mac beschränkt.

4. Es gibt zwar vordefinierte "Chaträume", in denen ständig andere Personen ansprechbar sind . Doch deren Zahl ist begrenzt, außerdem muss man auch hier vorab den Namen dieses Chat-Raumes kennen, um sich anmelden zu können. In der Regel legt diesen Namen die Person fest, die den Chatraum eröffnet.

5. Es gibt viele verschiedene Chat-Anbieter, von A wie AOL bis Y wie Yahoo Messenger. Mit iChat erreicht man nur einen Teil dieser Systeme; nämlich AOL, .Mac, Jabber und Google Talk. Ausgeschlossen ist man zum Beispiel von dem in der Windows-Welt beliebten Dienst MSN Messenger (mit Windows Live ID).

TIPP Wer eine universelle Chat-Software sucht, sollte Adium testen. Die kostenlose Open-Source-Software versteht sich auch auf krude Dienste wie Lotus Sametime.

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