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Pretty in Pink

29.04.2014 | 14:39 Uhr |

Apple nutzt den Muttertag, um das iPad anzupreisen. Warum eigentlich so plump?

Ich mag Apple. Ich mag auch die meisten Apple-Produkte. Und ich bin Mutter. Meistens sogar gerne. Aber ich hasse Muttertag. Ganz besonders, weil ich dachte, wenn ich die Jahre selbstgebastelter schiefer Kunstwerke, sitzengebliebener Kuchen und zwangserlernter Muttertagsgedichte überstanden hätte, wäre ich aus dem Gröbsten raus. Weit gefehlt - es wird leider immer schlimmer. Nach dem Dauerterror durch Blumenhändler, Drogerieketten und eine entfesselte Süßwarenindustrie mischen nun immer mehr Branchen bei der Vermarktung des schlechten Gewissens mit. Und nicht mal der coole Konzern aus Cupertino ist dabei eine Ausnahme: „Ein Geschenk, das Mama gern öffnen wird. Wieder und wieder.“

So schallt es einem aus Mailpostfach und von der Webseite des Apple Store entgegen. Nichts gegen ein iPad, aber kann eine Mutter nicht als ganz normaler Anwender durchgehen? Der eine normale Werbeansprache verdient? Und dann gibts noch ein paar nette Täschlein oder Lautsprecher dazu - in der deutschen Auswahl immerhin nicht ganz so rosarot zusammengestellt wie in der US-Fassung . Muss auch das sein? Hätte es im ständig wachsenden Sortiment an Zubehör nicht auch ein paar vernünftige Vorschläge gegeben? Muss ja nicht gleich der neue Quadrocopter sein oder die Gopro Hero 3 sein (für meine rasanten Einkäufe im Supermarkt). Also ich persönlich würde mich über einen Akkupack für mein schwächelndes iPhone oder den kleinen Jimi für meinen iMac freuen. Oder auch tatsächlich über eine neue iPhone-Hülle – streng ausgewählt nach den Richtlinien der iPhoneWelt . Und bitte nicht in pink!

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