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Prism: Apple veröffentlicht Zahlen zu US-Behördenanfragen

17.06.2013 | 16:39 Uhr |

Apple hat erklärtt, wie viele Anfragen von US-Behörden das Unternehmen im Zeitraum von Dezember 2012 bis Mai 2013 beantwortet hat.

Nach Microsoft und Facebook legt nun auch Apple Fakten zur Prism-Affäre auf den Tisch. Zwischen 4000 und 5000 Anträge von Behörden hat Apple von Dezember 2012 bis Ende Mai 2013 erhalten. Davon seien 9000 bis 10.000 Kunden-Konten mit Apple-Geräten betroffen gewesen, erklärt Apple auf seiner Website .

Seit dem Wochenende dürfen im Internet-Unternehmen die Gesamtzahl aller Behördenanfragen für einen bestimmten Zeitraum nennen, jedoch keine weiteren Details. Laut Apple handle es sich bei den Behördenanfragen vorwiegend um Polizeiarbeit, wenn etwa nach verschwundenen Kindern gesucht werde oder es darum gehe, einen Selbstmordversuch zu verhindern.

Apple überschreibt seine Presseerklärung mit dem Titel "Apple Verpflichtung zum Datenschutz" und stellt erneut klar, dass alle per iMessage versandten Nachrichten verschlüsselt sein. In der Tat hatten sich Forensiker der Antidrogenbehörde DEA zuletzt beklagt , von Verdächtigen verschlüsselte iMessages nicht knacken zu können, sondern nur an die schlechter geschützte Kommunikation per SMS heran zu kommen. Auch Facetime-Gespräche will Apple sicher verschlüsseln und verspricht seinen Kunden erneut, keine Daten über ihre Aufenthaltsorte oder Fragen an Siri zu speichern.

Die Zeitungen "Guardian" und "Washington Post" hatten geheime Dokumente veröffentlicht, die den Eindruck erwecken, dass der US-Geheimdienst NSA in großem Stil Nutzerdaten bei amerikanischen Internet-Unternehmen abgreift . Auch der Informant Edward Snowden erzählte, dass er sich bei der NSA einfach Zugriff zu allen möglichen Nutzerdaten habe verschaffen können. Die Firmen bestreiten vehement einen direkten Zugriff der Behörden auf ihre Server und betonen, dass Daten nur auf Gerichtsbeschluss übergeben würden. (tc)

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