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Private Drohnen sollen Pflicht-Chips bekommen

30.10.2015 | 14:39 Uhr |

Was mit privatem Spaß für zu Hause begann, wird zukünftig vielleicht nicht mehr so privat bleiben: Abgeordnete wollen die bekannten Flugdrohnen mit Chips ausrüsten.

Abgeordnete des EU-Parlaments wollen eine Registrierung der unbemannten Flugdrohnen durchsetzen, um somit die Rückerverfolgung der Drohnen zu gewährleisten. Demnach soll es für Privatleute zukünftig nicht mehr möglich sein, anonyme Flugstunden mit den Drohnen innerhalb der EU zu genießen. Wird in der Zukunft durch die Drohnen ein Schaden verursacht, soll es für die Behörden somit leichter sein, den Drohnenbesitzer zu ermitteln.

In den USA stehen solche Maßnahmen ebenfalls an der Tagesordnung der Regierung. Auch hier soll eine Registrierungspflicht erfolgen, wenn auch nicht mit Computerchips. Vielmehr sollen „Kennzeichen oder Registrierungsnummern“ die Halter der Drohnen identifizieren. Solche Schritte würden auf jeden Fall zur Aufklärung von Straftaten beitragen. Erst vor kurzem stürzte eine Drohne mit Schmuggelwaren über einem US-Bundesgefängnis ab.

Zudem sollen Drohnen, die sich im Luftraum der EU auch außer Sichtweite des Piloten bewegen können, mit einer Technik ausgestattet werden, die das automatische Ausweichen mit Flugzeugen ermöglicht. Außerdem sollen die Drohnen erst gar nicht mehr in nicht autorisierte Gebiete fliegen können.

Ursprünglich hatte der Drohnenhersteller DJI eine solche Technik für den US-amerikanischen Luftraum entwickelt, sodass die Drohnen beispielsweise nicht mehr in Washington D.C aufsteigen und auch nicht über Landesgrenzen fliegen konnten. Allerdings konnte das Update wegen technischer Probleme bisher nicht umgesetzt werden. Bis die Forderungen zur Drohnenkontrolle Realität werden können, wird es wohl aber noch eine Weile dauern. Laut Golem soll diese zunächst in „ein Vorschlagspaket aufgenommen werden, das sich mit weiteren Luftverkehrsproblemen auseinandersetzt.“

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