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Privatkopien bedingt erlaubt

03.07.2003 | 11:30 Uhr |

Der Vermittlungsausschuss hat gestern eine Ergänzung zu dem vom Bundestag beschlossenen und dem vom Bundesrat abgelehnten neuen Urheberrechtsgesetz vorgeschlagen.

Demnach sollen Privatkopien in Zukunft nur noch erlaubt sein, wenn sie von einem legal produzierten Original stammen. Damit will der Gesetzgeber erreichen, die Verbreitung von Raubkopien zu verringern, die "durch die Herstellung von Raubkopien verursachte Rechtsverletzung soll nicht dadurch manifestiert werden, dass aus diesen Vorlagen gewonnene Kopien zum privaten Gebrauch zugelassen werden," wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Dabei soll sich die Begrenzung jedoch auf "offensichtlich" illegal hergestellte Vorlagen" beziehen, da es dem Nutzer oftmals nicht möglich sei, die Rechtmäßigkeit einer CD oder DVD zu erkennen.
Der Bundestag wird nun über die veränderte Fassung erneut abstimmen und die Länderkammer über ihre Zustimmung befinden.

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