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Deutsche Telekom kritisiert Windows Mobile scharf

05.03.2009 | 15:55 Uhr |

Ein Vorstand der Deutschen Telekom hat das Betriebssystem Windows Mobile scharf kritisiert. Es sei viel zu ressourcenhungrig. Die Zukunft gehöre konkurrierenden Smartphone-Systemen wie Android.

Deutsche Telekom kritisiert Windows Mobile scharf
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Erstmals hat der hochranginge Manager eines Mobilfunkunternehmens das Betriebssystem Windows Mobile massiv kritisiert. Das schreibt die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer Internet-Ausgabe. Rainer Clemens, Vorstand von T-Systems, bescheinigt dem Microsoft-Betriebssystem einen viel zu großen Ressourcenhunger. Windows-Mobile-Handys müssen deshalb viel zu oft Strom nachladen. Die Konkurrenz sieht er daher auf der Überholspur. "Android wird das Windows der Zukunft sein", wird er von der FTD zitiert.

Diese Worte sind eine schallende Ohrfeige für Microsoft. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Telekom-Tochter T-Mobile einer der größten Anbieter von Windows-Mobile-Handys weltweit ist. Außerdem ist Clemens nicht irgendwer, sondern der Chef der Geschäftskundensparte der Telekom - er ist also mit dem Business-Betriebssystem Windows Mobile bestens vertraut.

Windows Mobile wird immer häufiger und heftiger kritisiert. Vor zwei Jahren befand sich Microsoft noch in einer komfortablen Position und teilte sich den Smartphone-Markt mit Symbian. Inzwischen kommen mit Android, MacOS und WebOS viele neue Betriebssysteme auf den Markt, die sich besser bedienen lassen und schonender mit der Hardware umgehen. Das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner glaubt sogar , das Windows Mobile vom Aussterben bedroht ist. Im Jahr 2015 werde es nur noch drei Handy-Betriebssysteme geben, wobei die offenen Systeme sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen müssten, sagte Gartner-Analyst Nick Jones in einem Interview.

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