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ProSiebenSat.1 verlagert IT-Sparte an IBM - 170 Mitarbeiter wechseln

09.04.2008 | 07:29 Uhr |

Die Münchner Senderkette ProSiebenSat.1 lagert ihre Informationstechnik an den US-Computerkonzern IBM aus.

Ein entsprechender Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren sei unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in München mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des «Handelsblatts» (Dienstag). Das Vertragsvolumen bezifferte ProSiebenSat.1 auf mehr als 200 Millionen Euro. IBM kümmert sich damit künftig unter anderem um die Bereitstellung und Wartung der Internettechnik und die gesamte IT- Infrastruktur des Konzerns und seiner Sender Sat.1, ProSieben, Kabel eins und N24. Darunter fällt auch die Werbezeitenvermarktung und die Programmplanung. Im Rahmen der Vereinbarung wechseln im ersten Quartal nächsten Jahres 170 Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 zu IBM. Durch die Auslagerung erhofft sich ProSiebenSat.1 nach eigenen Angaben Einsparungen von rund 50 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren. Die Informationstechnologie der gesamten Gruppe ist bislang in der Pro Sieben Sat.1 Produktion (PSP) mit insgesamt mehr als 1000 Beschäftigten gebündelt. Ursprünglich hatte die Senderkette PSP komplett verkaufen wollen. Zusammen mit der Produktionsfirma Red Bee Media hatte auch IBM hier zu den Interessenten gezählt. Eine Einigung war aber nicht erzielt worden. (dpa)

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