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Probleme beim Starten beheben

22.12.2000 | 00:00 Uhr |

Startet der Mac nicht, braucht man nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Mit etwas Geduld, systematischem Vorgehen und den richtigen Werkzeugen kann man sich in vielen Fällen selbst helfen

Ein blinkendes Fragezeichen in einem Ordner, fehlende Festplattensymbole oder ein Rechnerabsturz während des Startens sind Zeichen für größeren Ärger. Wer jetzt kein Backup seiner aktuellen Daten hat, kommt schnell ins Schwitzen. Deshalb zuerst der wichtigste Ratschlag für
alle Rechnerprobleme: Eine aktuelle Sicherungskopie der wichtigen Daten stärkt die Nerven und macht im Zweifelsfall auch das Neuformatieren des Datenträgers nicht zum GAU. Mit einem Backup im Rücken kann man alle hier geschilderten Maßnahmen mit ruhiger Hand ausprobieren, um dem Rechner und den Datenträgern wieder auf die Sprünge zu helfen.

Der Rechner rührt sich nicht

Stromanschluss überprüfen

Schaltet man den Rechner ein, und es passiert überhaupt nichts (kein Lüfter- und Festplattengeräusch, kein Startton), sollte man zuerst überprüfen, ob alle Stromkabel richtig angeschlossen und eventuell vorhandene Steckerleisten eingeschaltet sind. Selbst ein nur leicht aus der Buchse herausgezogenes Stromkabel unterbricht die Energiezufuhr. Ein Blick auf den Sicherungskasten und der Austausch der Stromkabel gehören zu den weiteren Maßnahmen.
Bei einem Powerbook oder iBook ohne Kontakt zu einer externen Energiequelle sollte man das Netzteil anschließen, um so zu überprüfen, ob die Batterie leer ist. Dabei muss man jedoch darauf achten, das Netzteil zuerst an die Steckdose anzuschließen und es erst dann mit dem iBook oder Powerbook zu verbinden. Macht man es umgekehrt, kann dies den Power Manager des Rechners verwirren, was eventuell zusätzliche Startprobleme verursacht.

Einbauteile kontrollieren

Hat man ein neues Speichermodul, eine PCI-Karte oder eine weitere Festplatte eingebaut, bevor das Startproblem aufgetreten ist, sollte man diese Teile darauf hin untersuchen, ob sie richtig im Steckplatz sitzen und ob die Kabelanschlüsse korrekt sind. Manche aktuellen Grafikkarten haben Lüfter, die eine separate Stromversorgung benötigen. Ist sie angeschlossen?

Pufferbatterie ersetzen

Bis auf das iBook verfügen alle Rechner über eine kleine Batterie, die den Strom für das NVRAM liefert (siehe Lexikon) und normalerweise mehrere Jahre hält. Wenn diese Batterie leer ist, besteht die Möglichkeit, dass der Rechner deshalb nicht startet. Ein Symptom, das auf eine zu Ende gehende Batteriekapazität hindeutet, ist der regelmäßige Verlust der Datums- und Uhrzeiteinstellung nach dem Ausschalten des Rechners. Die Pufferbatterie lässt sich bei den aktuellen Rechnern leicht selbst ersetzen. Nur bei der ersten iMac-Generation mit Schublade muss man den Rechner auseinander nehmen. Bei den aktuellen iMac-Modellen befindet sich die Batterie hinter der Klappe, die zum Einbau des Arbeitsspeichers vorgesehen ist.

Power Manager zurücksetzen

In den tragbaren Macs gibt es einen Schaltkreis (Power Manager), der unter anderem das Ein- und Ausschalten der Festplatte und der Hintergrundbeleuchtung sowie den Stromsparmodus überwacht und dafür sorgt, dass der Rechner bei aktivem Modem nicht in den Schlafmodus geht. Sind die Einstellungen des Power Managers durcheinander geraten, kommt es vor, dass der Mobilrechner nicht startet. Es kann auch am Power Manager liegen, dass sich der Rechner nicht mehr aus dem Schlafmodus wecken lässt, das Netzteil nicht erkennt oder die Batterie nicht aufladen will. Man setzt ihn über die Reset-Taste zurück, die sich beim Powerbook zwischen dem Video- und dem Modemanschluss befindet, beim iBook oberhalb des Einschaltknopfs in der Bildschirmeinfassung. Mit einer aufgebogenen Büroklammer kommt man beim iBook an die Taste heran. Bei den Rechnern mit Firewire-Anschluss muss man anschließend Datum und Uhrzeit neu einstellen.

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