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Problemlose Mitnahme Ihrer Handy-Nummer

28.07.2015 | 09:59 Uhr |

Laut Gesetz können Sie problemlos Ihre Handy-Rufnummer zu einem neuen Anbieter mitnehmen. Was aber, wenn es nicht klappt?

Wenn Sie den Mobilfunkanbieter wechseln, können Sie problemlos Ihre Rufnummer aus dem alten Vertrag mitnehmen. Dazu sind die Provider gesetzlich verpflichtet. Meist funktioniert das reibungslos. Was aber können Sie tun, wenn es nicht klappt?

Seit einigen Jahren dürfen Sie jederzeit beantragen,dass Ihre Mobilfunknummer auf einen neuen Vertrag übertragen wird.Ihr bereits bestehender Vertrag läuft trotzdem weiter: Es gilt nicht als Kündigung, wenn Sie nur die Rufnummer in den neuen Vertrag übernehmen wollen.  Die Übernahme müssen Sie bei Ihrem bisherigen Provider beantragen.

Üblicherweise kündigen Sie aber den Vertrag beim alten Anbieter. In diesem Fall können Sie die Mitnahme höchstens 123 Tage vor dem Vertragende oder bis zu 90 Tage nach dem Vertragsende beim neuen Provider beantragen. Am besten erledigen Sie das mindestens10 Tage, bevor der alte Vertrag ausläuft. Beim Bestellen des neuen Vertrages geben Sie dann an, dass Sie die alte Rufnummer mitnehmen wollen.

Häufig stellt Ihnen der alte Anbieter die Portierung in Rechnung, meist kostet dies zwischen 25 und knapp 30 Euro. Bei Prepaid-Karten muss Ihr Guthaben dafür noch ausreichen. Üblicherweise übernimmt aber anschließend der neue Anbieter im Rahmen einer Wechselgutschrift diese Kosten für Sie. Der neue Anbieter benachrichtigt Sie dann über den Vertragsbeginn beziehungsweise den Zeitpunkt, an dem er Ihre SIM-Karte aktiviert. Ab dann können Sie mit der Nummer unter den neuen Vertragsbedingungen telefonieren und surfen.

Normalerweise wird die Rufnummer innerhalb von sechs bis acht Tagen übertragen. Am Tag der Portierung kann es einige Stundendauern, bis die Nummer beim neuen Provider aktiv ist. Üblicherweise läuft der Austausch der Nummern in den Datenbanken der Provider über Nacht. Anschließend wird die SIM-Karte für den neuen Vertrag freigeschaltet, was wiederum einige Stunden in Anspruch nehmen kann. Laut Gesetz dürfen Sie maximal einen Tag ohne Rufnummer und damit Mobilfunk bleiben. Dauert die Unterbrechung wegen der Rufnummer-Mitnahme länger, sollten Sie sich bei beiden Providern erkundigen, wo das Problem liegt. Damit der Wechsel problemlos klappt, ist es sehr wichtig, dass die persönlichen Angaben im alten und im neuen Vertrag übereinstimmen – also Mobil-Rufnummer, Name und Geburtsdatum. Können die beiden Provider die Rufnummer nicht eindeutig zuordnen, wird es auf jeden Fall Probleme geben.

In diesem Fall ist der alte Provider dazu verpflichtet,Sie weiter mit Telefondiensten zu versorgen. Bestehen die Wechselprobleme weiter, können Sie die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde für Telekommunikations-Dienstleistungen einschalten. Die Netzagentur stellt dafür ein Beschwerdeformular als Doc-Dokument oder PDF bereit. Haben Sie es ausgefüllt,schicken Sie es an die Mail-Adresse tk-anbieterwechsel@bnetza.de.Außerdem bietet die Netzagentur einen telefonischen Verbraucherservice zum Thema Anbieterwechsel: Sie erreichen ihn von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter der Rufnummer 030-22480500.

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