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Produktionsstop bei Speicherbausteinen

09.06.1998 | 00:00 Uhr |

Als Reaktion auf den rapiden Preisverfall bei Speicherbausteinen hat Samsung Electronics, weltweit größter Produzent in diesem Bereich, seinen Fabriken einen Produktionsstop von einer Woche verordnet.
Schon vergangene Woche hatte der zweitgrößte RAM-Produzent, Hyundai Electronics versucht, mit derselben Zwangsmaßnahme eine künstliche Verknappung von Speicherbausteinen am Markt herbeizuführen, um so langfristig wieder höhere Preise verlangen zu können.
Insider wie die Marktforscher von Dataquest halten den Produktionsstop für eine kurzfristige Entscheidung, da beide Unternehmen bereits im vergangenen Jahr versucht hatten, auf diese Weise höhere Preise zu erzielen. Der Erfolg solcher Maßnahmen sei allenfalls von kurzer Dauer und könne den Preisverfall bei RAM-Bausteinen nicht aufhalten.
Allein in den vergangenen fünf Wochen waren laut Dataquest die Preise für 16- und 64-MB-DRAMs um 25 bis 30 Prozent gefallen. Solche Einbrüche treffen Samsung und Hyundai, die gemeinsam etwa 40 Prozent aller Speicherbausteine weltweit herstellen, natürlich hart.
Falls die Preise für RAM in den nächsten Wochen auch in Deutschland steigen, sollten Anwender, die es sich leisten können, gelassen warten, bis sich der Markt wieder beruhigt hat. mbi

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