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Professor iPod

12.12.2006 | 10:00 Uhr |

In einem Pilotversuch bietet die Universität Bern seit diesem Semester einige Vorlesungen als Podcast an.

iPod Family Sept. 2006
Vergrößern iPod Family Sept. 2006
© Apple

Die Leiterin des Projektes, Birgit Zeiter-Minning, will Erfahrungen zum personellen und technischen Aufwand der Podcast-Produktion sammeln, berichtet espace.ch . Allerdings hält sich der Aufwand momentan in Grenzen, denn nur nur zehn der 1300 Dozenten zeigten Interesse an der neuen Ergänzung zum Studium und besuchten das Kolloquium zu Beginn des Versuchs.

"Dank-Mails aus Deutschland"

Und so werden bisher lediglich vier Test-Podcasts angeboten: in den Fächern Psychologie, Anglistik, Wirtschaftsinformatik und für das Forum für Universität und Gesellschaft. "Diese Technik steht halt nicht im Zentrum aktueller Bedürfnisse der Uni", erklärt Peter Frey, der für die Medizinische Fakultät der Uni ein ähnliches Projekt betreut. Auch fehlt der Uni noch das Konzept für derartige Lehr-Ansätze. Denn die Hörsäle müssen mit Kameras und Mikrofonen umgerüstet werden, um Audio- und Video-Podcasts anbieten zu können. Das sei jedoch nicht immer einfach, erklärt Frey. 10.000 Franken kostet das Pilotprojekt, dass Ende des nächsten Semesters ausgewertet werden soll. Frey ist optimistisch, dass sich Podcasts als Ergänzung zur Vorlesung irgendwann durchsetzen: "Podcasting erlaubt ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen." Und die Podcasts sind beliebt, erklärt Frey auf den Info-Seiten der Uni zu dem Projekt: "Viele Filme wurden bereits rund 1600 Mal heruntergeladen - obwohl pro Jahr nur 150 Medizinstudierende eingeschrieben sind." Die frei zur Verfügung stehenden Podcasts werden als noch von zahlreichen anderen Menschen genutzt. Frey erklärt: "Wir bekommen viele Dank-Mails aus Deutschland".

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