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Profi-DSLR von Nikon

16.09.2004 | 09:22 Uhr |

Nach zahlreichen Forumsbeiträgen im Internet schon seit längerem ein offenes Geheimnis, präsentiert Nikon nun offiziell die digitale Spiegelreflexkamera D2X, die Nachfolgerin der betagten D1X. Die rund 5000 Euro teure Kamera (ohne Objektiv) bietet einen 12,4 Megapixel auflösenden CMOS-Sensor der Größe 23,7 x 15,7 mm. Die Empfindlichkeit liegt bei ISO 100 bis 800, die Verschlusszeit bei 30 bis 1/8000 Sekunde sowie Langzeitbelichtung (Bulb).

Gehäuse

Wie in dieser Kameraklasse üblich bietet auch die D2X ein Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung. Zudem schützen Dichtungen vor dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit. Komfortabel groß fällt das Display aus, es misst eine Diagonale von 2,5 Zoll und stellt 235 000 Punkte dar. Auch die Bedienung soll laut Nikon sowohl im Hoch- wie im Querformat komfortabel und intuitiv sein. Der mitgelieferte Akku soll für bis zu 2000 Aufnahmen reichen.

Flotte Fotos

Bis zu 15 Bildern schießt die Kamera in der höchsten Auflösung bei fünf Bildern pro Sekunde in Serie. Bis zu 26 Aufnahmen bei 6,8 MP schafft die Kamera mit acht Bilder pro Sekunde, das sie nur im Highspeed-Modus bei reduziertem Bildbereich schafft. So vergrößert sich der Verlängerungsfaktor gegenüber Kleinbild von 1,5 auf 2. Die Fotos speichert die Kamera bei Serienaufnahmen in Nikons Rohdatenformat NEF. Bei fokussiertem Motiv löst die Kamera mit einer Verzögerung von 37 Millisekunden aus. Über eine USB-2-Schnittstelle überspielt man die Fotos zum Rechner.

Neutrale Farben

Neue Bildprozessoralgorithmen sollen für neutralere und natürlicherer Farbreproduktion sowie einen besonders hohen Tonwertumfang sorgen. Bilder im JPEG-Format unterstützen nun auch den sYCC-Farbraum, der einen größeren Farbumfang als sRGB bietet. Auch Adobe-RGB beherrscht die Kamera, hier sollen zwei neue Farbeinstellungen, die auf diesen Farbraum beruhen, für eine verbesserte Wiedergabe von Hauttönen sorgen.

Messen von Weißpunkt, Fokus und Belichtung

Für den automatischen Weißabgleich verwendet die D2X drei Sensoren, deren Messdaten die Kamera zusätzlich für die Tonwertkorrektur verwendet. Daneben kann man den Weißabgleich weiterhin manuell vornehmen. Neben der iTTL-Blitztechnik unterstützt die D2X das Advanced Wireless Lightning System. Elf Autofokus-Messfelder bietet die D2X (Multi-CAM2000), jedes Messfeld lässt sich einzeln ansteuern. Bei reduziertem Bildformat lassen sich nur neun Messfelder verwenden. Die Belichtung kann die Kamera auf drei Arten bestimmen: Die erste ist die 3D-Color-Matrixmessung II mit einem 1005-Pixel-RGB-Sensor. Die "II" steht für ein weiterentwickeltes Messverfahren, das die Position und Größe von Lichter und Schatten genauer als bisher bestimmen soll. Dies funktioniert indes nicht mir jedem Objektiv, nur die D- und G-Nikkoren sind dafür geeignet. Mit anderen Objektiven kann die D2X systembedingt lediglich eine Color-Matrixmessung vornehmen. Desweiteren bietet die D2X eine mittenbetonte Messung, bei der der Messschwerpunkt bei 75 Prozent im mittleren Messfeld liegt. Dabei kann man den Kreisdurchmesser in vier Stufen von 6 mm bis 13 mm wählen. Alternativ bietet die Kamera eine Intergralmessung über das gesamte Bild. Als letzte Messmethode beherrscht die D2X die Spotmessung im aktiven Fokusmessfeld, das einer Bildfeldabdeckung von zwei Prozent entspricht.

Blitzen

Mit dem SB-800 und SB-600 lässt sich das Nikon Creative Lightning System verwenden. Blitzaufnahmen kritischer Motive wie reflektierende Gegenstände sollen Dank iTTL-Blitzsteuerung für ein besseres Ergebnis sorgen. Desweiteren bietet die D2X ein iTTL-Aufhellblitz, die Möglichkeit drahtlos mehrere Blitzgeräte anzusteuern und erlaubt es, den Blitz über den TTL-Sensor des Blitzgeräts zu steuern. Die Kamera selber regelt den Blitz über einen 5-Segment-TTL-Multisensor.

Weitere Funktionen und Zubehör

Gerade für Nachtaufnahmen eignet sich die Mehrfachbelichtung-Funktion für bis zu 10 Fotos. Mit der Überlagern-Funktion kann man zudem ausgewählte NEF-Dateien auf ähnliche Weise zu einem Bild verschmelzen. Mit einem GPS-Empfänger, den man über das Kabel MC-35 an die D2X anschließt, lassen sich zu den Fotos die Ortsbestimmungen nach dem GPS-Standard NMEA 0183 sichern. Wie ihre kleinere Schwester D2H kann man die Fotos mit entsprechendem Adapter drahtlos zu einem Rechner senden. Dazu verwendet die D2X den 54 MBit/s schnellen Adapter WT-2 (IEEE 802.11g) oder den bisherigen 11 MBit/s schnellen Adapter WT-1 (IEEE 802.11b). Zusätzlich gibt es eine Antenne (WA-E1), die für eine höhere weitreiche sorgt. Weiteres Zubehör sind ein Antibeschlag-Okular, Korrekturlinsen der Serie DK-17C sowie die Blitzgeräte SB-800 und SB-600.

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